Archive for June 26, 2021
Das Team vs. Italy 1:2 n.V.

Zur Pause steht es 0:0. Auch die Türkei hielt im ersten Gruppenspiel gegen Italien bis zur Halbzeit ein 0:0, verlor aber dann 0:3. Österreich verteidigt gut, muss aber mehr Präzision ins Offensivspiel bringen, um zu mehr Chancen zu kommen. Italien ist überlegen, hat einmal die Stange getroffen.
Weiter geht’s. Hoppauf, Österreich!
In der zweiten Halbzeit ist Österreich ebenbürtig, geht in der 65. Minute scheinbar in Führung: 1:0 für Austria durch Arnautovic nach Assist von Alaba – aber leider Abseits (VAR)!

Österreich spielt beherzt weiter. BBC: “Italy are on the ropes”.
BBC: “Indeed, for lengthy spells in the second half this spirited Austria side was on top and clearly sensing a shock, but this was when the traditional Italian mix of quality and durability kicked in.”
0:0 nach 90 Minuten – Verlängerung! …
Schade, plötzlich steht es 2:0 für Italien in der ersten Hälfte der Verlängerung. Setzt der Favorit sich durch mit zwei kurz hintereinander erzielten Toren von zwei “Subs“, Chiesa und Pessina?
Aber Österreich kämpft weiter und schafft den Anschlusstreffer zum 1:2!!! Sechs Minuten vor Schluss, ein unglaublicher Treffer nach einem Corner – Tor durch Kalajdzic mit einem “diving header”! Zum ersten Mal nach 1168 Minuten, seit Oktober 2020, nach zwölf Spielen “zu Null“, muss Italien wieder ein Tor hinnehmen. Italien zittert!
BBC: “It’s no more than Austria deserve, it really is. They kept going and kept going. It’s a brilliant header. It’s not the best ball in but he makes the most of it. He’s nice and brave at the near post, there’s nobody on the post. It’s a terrific header from Kalajdzic. Five minutes!”

STOLZ AUF DIESES TEAM! “Austria gave it everything but they’re going home.” Ein heroischer Fight, aber leider doch ausgeschieden. Italien musste alles geben, um weiterzukommen.
BBC: “What about that! Incredible match!
“The Italian substitutions in extra-time were so much stronger. We thought Austria were dead and buried, but blimey they kept going and going and they got a goal back.
“Nervy last moments for Italy, but they got the job done.”
The Telegraph: “This is the end of the road for an Austrian team which certainly endeared itself to fans tonight. They refused to allow Italy to dictate play in that second half and you certainly fancied them for an upset going into extra time.
“They showed incredible character to pull one back after conceding two in rapid succession during the first half of extra time, but ultimately it wasn’t to be.”

Österreich besser als Italien

Die Kronenzeitung berichtete unter dem Titel „Topwerte! Nur Holland ist besser“, dass das österreichische Nationalteam bei der Fußball-EM in der Gruppenphase die zweitmeisten Balleroberungen hatte. 152 Mal wurde der Ball vom Gegner zurückgewonnen, nur Gruppengegner Niederlande weist mit 155 einen höheren Wert auf. Auch bei den erfolgreichen Tackles liegt die Mannschaft von Franco Foda mit 26 auf Rang zwei, Deutschland schaffte 29.
Wer oft den Ball erobern kann (oder muss), hat ihn allerdings vorher oft verloren – und das ist das größte Manko des österreichischen Teams: die oftmals fehlende Präzision im Passspiel und das daraus folgende Minus beim Kreieren von Chancen.
Es kann sich zwar auch der Ballbesitz der Österreicher mit 54 Prozent und Rang 8 sehen lassen, wobei einsame Klasse dabei erwartungsgemäß Spanien mit 68,7 Prozent ist. Aber im Ballbesitz fehlen halt dann oft die zündenden Ideen und die Passqualität.
Bei den individuellen Statistiken sticht Marcel Sabitzer hervor, der mit 33,6 zurückgelegten Kilometern Platz fünf unter allen EM-Spielern einnimmt.
So schaut der weitere Turnierplan aus:

Die Topfavoriten Frankreich, Italien, Belgien sowie Spanien und Portugal sind alle in der „österreichischen Hälfte“ des K.O. Pools angesiedelt, schmeißen sich dank des vorbestimmten Turnierwegs vor dem Endspiel in Wembley gegenseitig raus oder werden von Österreich eliminiert.
Wenn es am Samstag Abend um 21 Uhr im Achtelfinale in Wembley gegen Italien geht, könnte das – vielleicht – der Beginn einer Reise sein, die Österreich erst im Finale wieder auf Gruppengegner Holland treffen lässt. 😉 Im Team ist die Stimmung in London jedenfalls „ausgezeichnet aber nicht übermütig, grade richtig halt“, wie Freund Simon aus dem ÖFB-Lager berichtet.
Wenn man die Achtelfinalpaarungen betrachtet, so fällt als echte Ungerechtigkeit auf, dass die glücklich ins Achtelfinale als schlechtester Gruppendritter gerutschten Ukrainer gegen Schweden spielen und auf dem deutlich „leichteren“ Ast des Turnierbaumes sitzen – sie spielen gegen Schweden und würden im Erfolgsfall auf Deutschland oder England treffen. Nicht ganz zu Unrecht meint man in Deutschland, dass man den leichteren Weg zum Titel hätte.
Auf Deutschland oder England, die am Dienstag in Wembley um den Einzug ins Viertelfinale in Wembley antreten, werden im Halbfinale allerdings voraussichtlich die Niederlande warten, und die sind neben Italien einer der Topfavoriten. Sollten die Holländer, wenn sie ins Semifinale kommen, dieses Match gewinnen, dann treffen sie im Finale – wieder in Wembley, trotz „Delta-Variante“ – auf den Sieger von Österreich – Italien!
Recent Comments