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Erster Platz: Österreich
Das österreichische Nationalteam spielt am Dienstag zu Hause gegen Bosnien um die WM-Qualifikation. Ein Sieg oder ein Unentschieden im ausverkauften Wiener Ernst-Happel-Stadion würde Platz 1 in Gruppe H und die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr bedeuten. Bei einer Niederlage gegen Edin Dzeko & Co müsste das ÖFB-Team ins Play-Off.
Hoffentlich geht das diesmal gut, denke ich, und es passiert nicht, was 2024 in der Nations League passierte. Wer erinnert sich? Ziemlich genau vor einem Jahr musste Österreich das letzte Gruppenspiel gegen Slowenien in Wien gewinnen, um in Gruppe A der Nations League aufzusteigen. Man kassierte aber – nach 1:0-Pausenführung (Romano Schmid) und vielen ungenützten Chancen – in der 81. Minute den Ausgleich. (Ähnliches passierte dem Team beim noch später kassierten Treffer bei der 0:1-Niederlage in der aktuellen WM-Quali im Oktober in Rumänien.)
Das 1:1 gegen Slowenien bedeutete 2024 nur Platz 2 in der Gruppe hinter Norwegen (das übrigens heute, ein Jahr später, noch stärker ist und gestern in der WM-Quali mit acht Spielen und acht Siegen – auch gegen Italien, das Haaland & Co in Mailand 4:1 besiegten – die Azzurri deutlich hinter sich gelassen hat).
Das Nations League-Play-off gegen Serbien war dann ein „Finale, das keiner wollte“, und es ging auch nicht gut aus: in Wien nur 1:1 und dann 0:2 in Belgrad. Ebenso wie im Juli des selben Jahres weinte Österreich: damals war man mit 1:2 im Euro-Achtelfinale gegen die Türkei ausgeschieden. Das Jahr 2024 blieb für das ÖFB-Team „unvollendet“!
Hoffen wir, dass wir am Dienstag gegen Bosnien-Herzegowina ein Finale erleben, das Österreich mit seinem Rekordtorschützen Marko Arnautovic gewinnt – oder zumindest remisiert, denn ein Unentschieden würde für die erste WM-Teilnahme seit 1998 (Frankreich) genügen! Gegen Zypern mit seinen zwei Toren in Limassol hat Marko Arnautovic im 129. Spiel im ÖFB-Trikot seine Tore 46 und 47 erzielt – das sind nun ebensoviele wie Toni Polster, falls man auch Tonis drei Treffer aus den „inoffiziellen Länderspielen“ hinzurechnet!

Wie oe24 herausstreicht, waren das auch Markos Treffer sieben und acht in der laufenden WM-Qualifikation. Damit hat er Toni “Tripelpack” Polster, der in der Ausscheidung für die WM 1990 (Italien) die DDR mit drei Treffern im entscheidenden letzten Spiel fast im Alleingang besiegte (15. November 1989 in Wien: 3:0) und insgesamt sieben Mal traf, übertroffen. Das Team qualifizierte sich trotz einer damals wesentlich schlechteren Ausgangslage gemeinsam mit Russland für die WM, die Türkei schied aus. Allerdings schied dann auch Österreich bei der WM in Frankreich nach zwei 1:1-Remis gegen Chile und Kamerun und einer 1:2-Niederlage gegen Italien schon in der Gruppenphase aus.
Für Arnautovic (36) ist heuer die letzte Chance, bei einer WM teilnehmen zu können und diese Chance wollen er und das österreichische Team beim „Finale“ gegen Bosnien am Dienstag nützen. Hoffentlich gelingt die Reifeprüfung und das Team muss nicht im März 2026 „nachsitzen“, um sich nach 28 Jahren wieder für eine WM zu qualifizieren! Wie gesagt, mit Play-offs haben wir zuletzt gegen Serbien keine guten Erfahrungen gemacht…
Mit Serbien kann es allerdings definitiv kein Déjà vu geben, denn die Serben sind schon endgültig out. Sie landeten nur auf Platz 3 in der Gruppe K hinter England (8 Siege) und Albanien.
Ein Déjà vu wünschen wir uns diesmal definitiv mit 1989! Ein „Tripelpack“ von Arnautovic muss es nicht werden, aber ein klarer Sieg zum Abschluss der Quali mit einem Tor von ihm wäre schön, denn dann wäre Arnie auch bei Berücksichtigung aller „inoffiziell“ geschossenen Tore ein für allemal Österreichs legitimer Rekordtorschütze!
Aber das Leben und der Fußball sind kein Wunschkonzert!

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