Archive for September 16, 2021
2:0-Auswärtssieg und Last-Minute-0:1
Drei „Glücksmomente” gab es am Donnerstag zwischen 18:45 und 20:30 Uhr im Weststadion für den RapidHammer als Anhänger von WHU und dem Sportklub Rapid: zwei davon allerdings nur via “Handy-Toralarm”, als dieser die beiden Goals von Michail Antonio und Declan Rice aus Zagreb meldete. Der dritte Jubel-Moment war meine erste „Live-VAR-Zelebration“, als Genks vermeintlich erstes Tor gegen Rapid wegen Abseits annulliert wurde.

Leider aber ging das Spiel fĂĽr eine beherzt kämpfende, aber zu wenig präzise und absolut ohne Torgefährlichkeit agierende Rapid-Elf mit einem finalen KO zu Ende. Zunächst hatten die GrĂĽn-WeiĂźen in Minute 89 eine 3:2-Ăśberzahlsituation vor dem Tor der Belgier, aus der sie – wie aus anderen Chancen auch – nichts machten. Und im GegenstoĂź, in der letzten Minute der regulären Spielzeit, erzielte der bis dahin recht hölzern agierende, bei Rapids Verteidigern gut aufgehobene 2,01 m-Mann Oneachu doch noch sein Tor!
Nur Freund Wim aus Belgien und der Auswärtssektor hatten am Ende etwas zu feiern, während mein neuer grĂĽn-weiĂźer Freund Robert und ich den Abend mit einem „Trost-Bierchen“ im “Wirtshaus Peschta in HĂĽtteldorf zu retten versuchten. Dabei fĂĽhrten wir gute Gesprächen ĂĽber unseren Glauben – an Jesus, nicht an Rapid! – und schlussendlich war es ja doch nur ein – durchaus spannendes – FuĂźballspiel, von dem mein GlĂĽck und Seelenheil nicht abhängen.
West Ham dagegen durfte sich ĂĽber einen klaren 2:0-Auswärtssieg gegen Dinamo Zagreb freuen, bei dem Michail Antonio und Declan Rice Fehler der Kroaten eiskalt bestraften, und empfängt nun in zwei Wochen den SK Rapid – und auch uns, die wir nach London reisen werden – als TabellenfĂĽhrer der Europa League Gruppe H im London Stadium.

Elf gegen elf
Peter Linden schreibt in seinem lesenswerten Blog ĂĽber die nun kommenden „18 härtesten Tage fĂĽr Rapid“. In den 18 Tagen vom heutigen Donnerstag bis zum 3. Oktober – dann gibt es die nächste Länderspielpause – kommt Heftiges auf die HĂĽtteldorfer zu: die bisher stärksten Gegner in dieser Saison.
Zum Auftakt der Europa League-Gruppenphase empfängt man im Allianz Stadion den starken belgischen Cupsieger KRC Genk (RapidHammer & friends sind natürlich live dabei!), Sonntag dann fährt man zum bisher mit dem Punktemaximum ausgestatteten Ligakrösus Red Bull Salzburg.
Gegen die Admira im folgenden Cup-Schlager auswärts in der SĂĽdstadt in einer Woche mĂĽssen die Rapidler es besser machen als in der Meisterschaft, in der sie zu Hause von Andi Herzogs Team zuletzt besiegt wurden. Drei Tage später gastiert der Zweite in der Bundesliga, Sturm Graz, bei GrĂĽn-WeiĂź und dann – in zwei Wochen – fahren wir zum Auswärtsspiel am 30. September in das von Peter Linden noch „Olympic Stadium“ genannte „London Stadium“ von West Ham, „in dem Rapid normal null Chance hat“ (Linden). Wir haben den Flug schon gebucht und die Match Tickets gesichert!
Zum Abschluss vor der „international break“ gibt es dann, quasi zur Erholung (?), das Heimspiel gegen WSG Tirol, die in der Luga bisher noch sieglos sind.
„Man muss kein Schwarzmaler sein“, meint Linden, „wenn man es nach dem bisherigen Saisonverlauf nicht fĂĽr ausgeschlossen hält, dass Rapid Anfang Oktober nicht mehr unter den ersten sechs der Bundesliga rangiert“. Und dann wĂĽrde Rapid-Trainer Didi KĂĽhbauer wirklich verstärkt unter Beschuss kommen – erste kritische Stimmen gegen ihn gibt es in den Medien und Foren schon.
„Wichtig ist, dass wir intern die Nerven behalten, dann werden wir die Kurve schon kriegen“, meint Didi. Das wünsche ich ihm, und für Rapid gilt es nun zu überraschen.
Wie sagte man in früheren Zeiten bei Rapid vor Spielen gegen scheinbar übermächtige Gegner: „Die sind elf und wir san elf“, wird Trainer Pepi Uridil zitiert, der das vor dem 6:1-Sieg gegen den FC Arsenal (Mai 1953) sagte.

Auch in Zeiten wie diesen, in denen eher Transferwerte von Mannschaften verglichen werden als das Können und die Formkurve der Teams, bleibt es dabei, dass im Fußball immer noch 11 gegen 11 spielen.
Auf geht’s Rapid!
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