ESC: Siegt AUS oder AUT?
May 16, 2026 at 7:11 pm Leave a comment
Beim European Song Contest, der heuer in Wien stattfindet – nachdem 2025 der österreichische Countertenor JJ mit “Wasted Love” den ESC gewonnen hatte – ist die Sängerin Delta Goodrem aus Australien eine der Favoritinnen auf den Sieg. Austrias Cosmó mit „Tanzschein“ zählt dagegen nicht zu den Favoriten.
Der australische Song, der den europäischen Gesangswettbewerb gewinnen könnte, heißt übrigens nicht “Bumerang”, wie es sich für Down Under eigentlich gehören würde😉, sondern “Eclipse”.
Einen Song mit diesem Titel sangen aber tatsächlich schon einmal die Vertreter aus Austria🇦🇹, nicht aus Australia🇦🇺, und zwar im Jahr 1977 in London:
Der von Lukas Resetarits getextete und von der Band “Schmetterlinge” komponierte Beitrag “Boom Boom Boomerang” war damals eine bissige Kritik der Musikindustrie und eine Parodie auf seichte Schlagertexte. Österreich landete damit auf dem 17. Platz und vorletzten Platz, wie im Archiv des Hauses der Geschichte Österreich nachzulesen ist.

Beatrix Neundlinger, die Leadsängerin der „Schmetterlinge“, war übrigens schon fünf Jahre früher beim europäischen Gesangswettbewerb – ebenfalls im United Kingdom, in Edinburgh – aufgetreten. Mit ihrer damaligen Band, den „Milestones“, vertrat sie Österreich beim Eurovision Song Contest 1972 und erreichte mit dem Titel „Falter im Wind“ damals den hervorragenden 5. Platz.

Wer am Samstag in der Wiener Stadthalle ausreichend “douze points” erhalten und den diesmal wegen der Teilnahme Israels von einigen Nationen boykottierten 70. Eurovisions-Wettbewerb beim Finale mit 25 Teilnehmern gewinnen wird, entscheidet sich spätnachts am Samstag. Hoffentlich fällt heute Abend das große Public Viewing vor dem Rathaus nicht wegen des kalten, regnerischen Wetters ins Wasser. Bei Temperaturen um die 11 Grad hoffe ich, dass Eurovisions-Fan Aki Lunn aus England, den ich am letzten Wochenende mit zwei Tickets für das Wiener Fußballderby ausstatten konnte, Karten für die Stadthalle hat und nicht vor dem Rathaus frieren muss.
Warm anziehen muss sich übrigens voraussichtlich auch der SK Rapid, für den es nach einer neuerlichen Derby-Niederlage (0:2) im sonntägigen Meisterschaftsfinale um die Europacup-Teilnahme geht. Wie im Vorjahr müssen die Grün-Weißen wahrscheinlich ins Bundesliga-Europacup-Playoff, um nächste Saison wieder „europäisch“ spielen zu können. Gegner wird Ried oder der WAC sein, das steht seit Samstag fest. Wenn sich am Sonntag ab 14:30 Uhr nach dem Abstieg (BW Linz) auch der Meistertitel emtscheidet, sind die beiden Wiener Klubs Zünglein an der Waage im österreichischen Meisterschaftsfinish: die Wiener Austria spielt zu Hause gegen den Tabellenführer und Cupsieger LASK, der nach 61 Jahren wieder das Double holen könnte. Rapid trifft auswärts auf Sturm Graz, das zwei Punkte hinter dem LASK liegt, und müsste gewinnen, um die Austria noch überholen und sich die „Playoff-Überstunden“ ersparen zu können.
Eine missglückte Saison mit drei Trainern – Peter Stöger, Stefan Kulovits und Johannes Hoff Thorup – könnte für Rapid also entweder mit einem (äußerst unwahrscheinlichen) Auswärtssieg oder doch noch einem weiteren Heimspiel in Wien-Hütteldorf enden. Rapid steht wieder einmal an “crossroads”! Das ist übrigens auch der Titel von Beitrag Nr. 11 beim Songcontest: Daniel Zizka aus Tschechien zählt dort ebensowenig zu den Favoriten wie Rapid.
Eurovision Song Contest 2026: Die Startreihenfolge im Finale
- 01 Dänemark: Søren Torpegaard Lund – „Før Vi Går Hjem“
- 02 Deutschland: Sarah Engels – „Fire“
- 03 Israel: Noam Bettan – „Michelle“
- 04 Belgien: Essyla – „Dancing On The Ice“
- 05 Albanien: Alis – „Nân“
- 06 Griechenland: Akylas – „Ferto“
- 07 Ukraine: Leléka – „Ridnym“
- 08 Australien: Delta Goodrem – „Eclipse“
- 09 Serbien: Lavina – „Kraj Mene“
- 10 Malta: Aidan – „Bella“
- 11 Tschechien: Daniel Zizka – „Crossroads“
- 12 Bulgarien: Dara – „Bangaranga“
- 13 Kroatien: Lelek – „Andromeda“
- 14 Vereinigtes Königreich: Look Mum No Computer – „Eins Zwei Drei“
- 15 Frankreich: Monroe – „Regarde!“
- 16 Moldau: Satoshi – „Viva, Moldova!“
- 17 Finnland: Linda Lampenius x Pete Parkkonen – „Liekinheitin“
- 18 Polen: Alicja – „Pray“
- 19 Litauen: Lion Ceccah – „Sólo Quiero Más“
- 20 Schweden: Felicia – „My System“
- 21 Zypern: Antigoni – „Jalla“
- 22 Italien: Sal Da Vinci – „Per Sempre Sì“
- 23 Norwegen: Jonas Lovv – „Ya Ya Ya“
- 24 Rumänien: Alexandra Căpitănescu – „Choke Me“
- 25 Österreich: Cosmó – „Tanzschein“
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