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„Kaiser Franz“ verstorben
Franz Beckenbauer, Deutschlands größter Fußballer – Weltmeister als Spieler 1974 und als Trainer 1990 – ist tot. Er war Meister und Europapokalsieger mit dem FC Bayern und holte auch das „Sommermärchen“, die WM 2006, nach Deutschland. Nun wird er die Euro 2024 in Deutschland nicht mehr miterleben können.

▶️ https://www.instagram.com: FC Bayern – TSG Hoffenheim 3:0
Der zuletzt an Parkinson erkrankte „Kaiser“ starb am 7. Jänner in Salzburg im Kreise seiner Familie mit 78 Jahren. In der ganzen Welt war der Spielgestalter und elegante Libero beliebt und hatte wohl nur Freunde, bis Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit dem „Sommermärchen“ Kratzer am Denkmal des „Kaisers“ hinterließen, obwohl Beckenbauer nicht verurteilt wurde.
1966 scheiterte Deutschland mit Beckenbauer im WM-Finale an England und an den Wembley-Toren von Geoff Hurst und Martin Peters; 1970 in Mexiko revanchierte man sich im Viertelfinale mit einem 3:2-Sieg an den Engländern, unterlag aber Italien im Halbfinale; doch 1974 war es soweit: in München wurde Holland 2:1 bezwungen und Kapitän Franz Beckenbauer konnte den WM-Pokal für Deutschland in die Höhe stemmen. Zwei Jahre davor war die deutsche Mannschaft mit ihm auch schon Europameister geworden.
Eine wahre Legende, der die Begeisterung der Fans und der Journalisten den Ehrentitel „Kaiser Franz“ gebracht hat, ist nicht mehr. Nach dem „Bomber der Nation“, Gerd Müller (+2021), mit dem Beckenbauer im Dress von Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft so viele Erfolge feierte, ist nun eine weitere Legende von uns gegangen. Der Kapitän der englischen Weltmeistermannschaft, Bobby Moore (unten links), hat diese Welt schon viel früher verlassen; er starb schon am 24. Februar 1993.

RIP, „Kaiser Franz“!
FA Cup: Hammers vs Robins

Der FA Cup ist der älteste nationale Cupbewerb der Welt und wurde erstmals 1871/72 durchgeführt. In der letzten Saison gewann Manchester City mit 2:1 gegen Manchester United. Es war der siebente FA Cuptitel für die blaue Seite von Manchester. Rekordhalter ist Arsenal mit 14 FA Cup-Siegen.
In der laufenden, 143. Saison (2023/24) beteiligen sich insgesamt 729 Klubs am Bewerb. Es werden dreizehn Runden (einschließlich Semifinale) bis zum Finale am 25. Mai 2024 in Wembley gespielt, wie man dem Terminkalender auf der Website der englischen Football Association entnehmen kann.
Die ersten sechs Runden sind Qualifikationsrunden und werden von den Klubs außerhalb der English Football League bestritten, also jenen Vereinen, die im National League-System spielen (= “non-league”, Spielklassen 5 abwärts). Man startete mit einer “extra preliminary round” am 5. August 2023, vierzehn Tage später folgte eine “preliminary round” und dann wurden zwischen 2. September und 14. Oktober 2023 zwischen “non-league”-Teams vier Qualifikationsrunden gespielt, bevor in der ersten Hauptrunde im November die 48 Profiteams der League One and League Two dazukamen und mit den noch im Bewerb befindlichen Non-League-Teams 40 Klubs ermittelten, die dann in der “second round proper” im Dezember gegen einander spielten (Resultate: hier klicken).
Nun im Jänner haben in der “third round proper” erstmals die 24 Championship-Klubs und die 20 Klubs der Premier League die FA Cup-Bühne betreten, sodass 64 Teams an diesem ersten Jänner-Wochenende in der 3. Runde gegen einander antreten. Da es im FA Cup keine gesetzten Mannschaften gibt, hat das Los gleich einmal Arsenal und Liverpool (Sonntag 16:30 Uhr) zusammengeführt.

West Ham spielte vor ausverkauftem Haus (62,500) daheim im London Stadium gegen Bristol City; die “Robins” sind aktuell Elfte in der Championship. West Ham ging zwar schon in der 4. Minute in Führung, in der zweiten Hälfte konnte City aber zum 1:1 ausgleichen und nun gibt es – wie immer in den Runden bis zur “fourth round proper” bei Remis – ein Wiederholungsspiel im Stadion des Gegners statt.
West Ham wäre froh gewesen, wenn man sich das “replay” gegen Bristol hätte ersparen können, aber nun muss man in der übernächsten Woche am Ashton Gate in Bristol nochmals gegen die “Robins” antreten.
Endet das “replay” ebenfalls unentschieden, geht das Spiel in die Verlängerung bzw. ins Elfmeterschießen. Der Modus mit einem Wiederholungsspiel gilt bis zur vierten Hauptrunde. Ab der fünften Hauptrunde (Achtelfinale) gibt es seit 2018/19 nur mehr ein Spiel, das bei Unentschieden durch Verlängerung und Elfmeterschießen entschieden wird, um den dichten Terminkalender der englischen Spitzenklubs etwas zu entlasten.
West Ham muss nun seine Winterpause, die eigentlich bis 2o. Jänner kein Spiel vorsah, ausfallen lassen oder zumindest stark verkürzen und hat sein nächstes Spiel nicht erst am 21. Jänner 2024 gegen Sheffield Utd., sondern schon in der Woche davor im FA Cup. Manager David Moyes nahm es aber gelassen:
“We’ve got no problem with that at all,” meinte Moyes. “We’ve played a load of games this year and another one added to it will be fine.”
2024: Neues im Europacup
„Ein gutes neues Jahr!“ das wünschten und wünschen wir in den letzten Tagen des zu Ende gehenden Jahres und den ersten des beginnenden neuen, nun mit der Zahl 2024 bezeichneten.
Wie jeder Jahreswechsel bringt auch dieser verschiedenste Änderungen. Mit dem neuen Jahr tritt zum Beispiel das neue Gesetz über den österreichischen Rundfunkbeitrag in Kraft, mit dem die alte ORF-Gebühr abgeschafft und eine alle Haushalte treffende neue Rundfunkabgabe eingeführt wird. Den ORF-Beitrag muss man für jeden Hauptwohnsitz bezahlen, egal ob man ein Radio- oder Fernsehgerät besitzt. Nebenwohnsitze sind beitragsfrei.
Neu ist ab 2024 auch, dass in Österreich 75 Prozent der Kosten für den Einbau einer neuen Heizung ersetzt werden sollen – durch Bundes- und Landesförderungen soll der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf CO2-neutrales Heizen schmackhaft gemacht werden. Ob der Anreiz durch Förderungen ausreichen wird, um den CO2-Ausstoß in Österreich entscheidend zu bändigen, bleibt abzuwarten.

Ebenso abzuwarten bleibt, wie die europäischen Fußballklubs auf das kürzlich ergangene Urteil des Europäischen Gerichtshofes im Fall „European Superleague“, C-333/21, vom 21. Dezember 2023 reagieren werden, wonach bestimmte unionsrechtliche Kautelen auch für die monopolistische UEFA und FIFA gelten.
Vorerst aber beglückt uns die UEFA mit einer tiefgreifenden Änderung des Europacup-Modus ab der im heurigen Jahr beginnenden Saison 2024/25. Die Klubs, die sich über die laufenden nationalen Meisterschaften qualifizieren, werden im Sommer und Herbst dieses Jahres nach einem neuen System spielen, wobei die Champions League von 32 auf 36 Klubs aufgestockt und die Gruppenphase mit acht Vierergruppen abgeschafft wird.
Die Änderung wurde wohl auch schon im Hinblick auf die bekannt gewordenen Pläne der zwölf reichsten europäischen Klubs beschlossen, die immer noch mehr und noch lukrativere Spiele unter einander austragen wollten und im Frühjahr 2021 bekannt gaben, eine eigene Liga anstelle der Champions League zu gründen, was FIFA und UEFA nicht dulden wollten. Als die Verbände den Teilnehmern mit dem Ausschluss aus ihren Bewerben drohten, wurde die „Super League“ schnell wieder abgesagt, hat aber ein juristisches Nachspiel. In diesem Zusammenhang erging nun kurz vor Weihnachten aufgrund des Vorabentscheidungsersuchens eines spanischen Gerichts die oben erwähnte EuGH-Entscheidung.
Was bringt der neue Europacup?
Worauf also müssen wir uns nun im europäischen Fußball einstellen? Wohl darauf, dass die „Super League“ zunächst einmal nicht kommt – zum Glück! – dass aber ab 2024 die Gruppenphase in der Champions League, Europa League und Conference League Geschichte ist und es mehr Europacup-Runden als bisher geben wird.
Anstelle der seit 1992/93 in der Champions League ausgetragenen Gruppenphase wird es eine einheitliche Tabelle mit allen 36 Klubs geben. Dieses sogenannte „Schweizer System“ bedeutet, dass die bisherige Gruppenphase mit je vier Klubs in acht Gruppen wegfällt und die Teilnehmer nun in der Vorrunde insgesamt je acht (statt bisher sechs) Partien (vier Heim- und vier Auswärtsspiele) absolvieren, die aus vier Setztöpfen ausgelost werden. Die Klubs spielen nun allerdings nicht wie bisher in einem Hin- und Rückspiel gegeneinander, sondern treffen auf acht verschiedene Klubs.
Diese Ligaphase wird bis in das folgende Jahr hinein dauern. Die letzten beiden Runden finden im Jänner statt. Aus der Gesamttabelle ergeben sich Achtelfinal- und Playoff-Teilnehmer. Die besten acht Teams sind direkt für das Achtelfinale qualifiziert; die Teams auf den Plätzen 9 – 24 spielen in acht Play-Offs im Februar um die Teilnahme an der Runde der letzten 16. Die direkt qualifizierten acht Teams treten dann zunächst auswärts gegen die Gewinner der Play-Offs an. Dieses Achtelfinale wird im März gespielt, dann folgen wie bisher im Monatsrhytmus Viertel- und Halbfinale (siehe UEFA-Terminplan). Der Turnierbaum bis zum Finale soll schon im Voraus feststehen. Durch diesen festen Turnierbaum wird die Anzahl an Auslosungen reduziert.
Es werden keine Teams mehr aus der Champions League in die Europa League absteigen, für die zwölf Klubs von Platz 25 bis 36 der Tabelle ist die Europa-Pokal-Saison nach acht Spielen beendet (so wie das jetzt für die Tabellen-Vierten aus der aktuellen Gruppenphase gilt).
Noch mehr Spiele, noch mehr Geld…
Die Champions League wird damit deutlich größer. Während die aktuelle CL-Saison aus 125 Partien besteht, soll es ab 2024 insgesamt 189 Spiele geben. Ursprünglich waren sogar 225 angedacht. Durch zwei zusätzliche Spieltage in der Liga-Phase sowie den möglichen K.O.-Playoffs, die es zuvor in der Champions League nicht gab und die ebenfalls aus zwei Spielen bestehen, kommt auf international vertretene Teams eine noch größere Belastung als bisher zu. Ersten Berechnungen zufolge sollen sich die Einnahmen der UEFA durch die Reformen von zuvor 3,6 Milliarden auf 5 Milliarden Euro erhöhen.
Zwei der vier Zusatzplätze für die Champions League werden an die Länder gehen, deren Teams in der vorherigen Europapokal-Saison am besten abgeschnitten haben. Die weiteren beiden Zusatzplätze gehen an den Drittplatzierten aus der Liga, die den fünften Platz im UEFA-Ranking belegt sowie an einen nationalen Meister über den sogenannten Quali-Modus „Meisterweg“. Dort wird die Anzahl von vier auf fünf Startplätze erhöht.
Die bisherige Europa League verändert sich 15 Jahre nach Einführung des geltenden Gruppen-Formats ebenfalls und übernimmt das geschilderte neue Format der Champions League. Die Europa League besteht in der Ligaphase aus ebenfalls acht Spieltagen (siehe Terminplan). Die Teams ab Platz 25 der Gesamttabelle werden auch hier nicht in der Conference League weiterspielen.
Auch in der Conference League, die erstmals erst 2021/22 ausgetragen wurde, wird das System – nach nur drei Saisonen – verändert. Es werden auch in der Conference League 36 Mannschaften dabei sein, es gibt allerdings nur sechs Spieltage – die Jänner-Termine von Champions und Europa League gibt es in der Conference League nicht. Die besten acht Mannschaften der Abschlusstabelle erreichen direkt das Achtelfinale. Die Teams auf den Plätzen 9 bis 24 bestreiten eine Play-off-Runde im Februar. Die Sieger dieser Duelle kommen ebenfalls ins Achtelfinale. Ab dort geht es in dem gewohnten K.O.-Format im März, April und Mai weiter.
Was bedeutet das für Österreich?
Für die österreichische Bundesliga bringt die Europacup-Reform insofern keine Änderung, als der Meister 2023/24 weiterhin einen Fixplatz in der Champions League hat. Der Cup-Sieger steigt im Playoff zur Europa League ein und hat damit ebenfalls bereits eine Teilnahme an einem Hauptbewerb in der Tasche. Der Gewinner des Bundesliga-internen Europacup-Playoffs zwischen dem Sieger der Quali-Gruppe und dem Vierten bzw. Fünften der Meistergruppe startet in Runde 2 der Qualifikation zur Conference League.
Neu ist, dass der Vizemeister künftig schon in Runde 2 statt 3 des Liga-Wegs der Champions-League-Qualifikation einsteigt und damit bei einem Ausscheiden nicht sofort in der Europa League landen würde. Stattdessen ist ein Aus nun gleichbedeutend mit der Teilnahme an Runde 3 des Liga-Wegs der Europa-League-Qualifikation. Scheitert der Vizemeister auch dort, gibt es immerhin noch die letzte Chance im Conference-League-Playoff.
Neu ist auch, dass der Liga-Dritte bzw. -Vierte künftig nicht mehr in der Qualifikation zur Conference League einsteigt, sondern in Runde 2 zu jener der Europa League. Ein Aus in dieser Runde würde den Umstieg in Runde 3 der ECL-Qualifikation bedeuten. Ein Aufstieg in Runde 3 der EL-Quali und ein dortiges Scheitern wäre immerhin noch eine Teilnahme am Conference-League-Playoff wert. Mit dem Erreichen des EL-Playoffs wäre eine Teilnahme an einer Hauptrunde bereits sicher.
Das bedeutet, dass der Liga-Dritte bzw. -Vierte künftig nur zwei von drei K.o.-Runden überstehen muss, um an einer Hauptrunde teilzunehmen. Da auch der Vize-Meister zwei Sicherheitsnetze besitzt, sollte die Chance auf vier oder mehr Gruppenphasen-Teilnehmer Österreichs trotz des Wegfalls eines Fixplatzes in der Saison 2024/25 sogar gestiegen sein, meint laola1.
Die lange Winterpause, wie die österreichische Bundesliga sie kennt, könnte mit diesem neuen Format Geschichte sein. Es wird im Dezember länger gespielt und in Champions und Europa League schon im Jänner wieder begonnen. Die Terminplanung der österreichischen Bundesliga hat darauf insofern reagiert, als die Winterpause nach Runde 16 (14./15. Dezember 2024) beginnt und am 7. Februar 2025 endet. Das Viertelfinale des ÖFB Cups wird schon am 1./2. Februar 2025 gespielt (siehe Rahmen-Terminplan). Die Winterpause wird also in Österreich kürzer, für die in den beiden höheren Europaligen engagierten Teams fällt sie praktisch weg.
Auch das aktuelle ÖFB Cup-Viertelfinale wurde übrigens schon vorverlegt: zwischen 2. und 4. Februar 2024 entscheidet sich, wer ins Halbfinale einziehen wird. Der SK Rapid hat am Sonntag, den 4. Februar, um 18:10 Uhr St. Pölten zu Gast. Grund für die Vorverlegung von Cup und Liga hat aber nichts mit dem Europacup, in dem heuer mit mehr Sturm Graz engagiert ist, zu tun. Er ist allerdings ein sehr erfreulicher: Österreichs Team qualifizierte sich für die im Juni dieses Jahres stattfindende Euro und der ÖFB möchte Teamchef Ralf Rangnick eine Woche mehr Vorbereitungszeit vor der am 11. Juni beginnenden EM gönnen und lässt die heimische Liga eine Woche früher als geplant enden.
Start im Juli 2024
Die erste und zweite Qualifikationsrunde werden im Juli gespielt, die dritte Quali-Runde und das Play-Off im August. Die für die jeweilige Europa-Liga qualifizierten Klubs starten diese Spiele dann in der Champions League Mitte September, in der Europa und Conference League erst im Oktober. Es finden grundsätzlich zwei Spiele pro Monat statt.
Spieltage für die Ligaphase und die K.O.-Phase der Champions League sind wie bisher Dienstag und Mittwoch, in der Europa League und der Conference League bleibt es beim Donnerstag.
Happy New Year!
Happy New Year to all my readers! RapidHammer wishes you a safe, peaceful, successful and sound journey into and through this year 2024! 🤗

Verrückter, erfolgreicher Dezember
Acht Spiele haben die Irons in diesem Dezember gespielt: sechs Partien in der Premier League und je ein Spiel in der Europa League und im League Cup. Eines mehr als im Dezember 2018, der als der erfolgreichste Dezember in der Premier League-Historie der Hammers galt. Mit ihrem 2:0-Sieg gegen Arsenal im letzten Spiel im Jahr 2023 schließt West Ham das Jahr nun mit 33 Punkten ab – das ist der höchste Gesamtwert zur Halbzeit einer Premier-League-Saison.
Fünf Siege, ein Remis und zwei hohe Niederlagen stehen in diesem letzten Monat des Jahres 2023 zu Buche. Verrückt, dass “Moyes’s men“ im Dezember zweimal schwere Niederlagen mit je fünf Gegentoren kassierten, und trotzdem in der Premier League 13 Punkte mit vier Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage geholt wurden (Punkteschnitt 2,17). Das sind zwei Punkte weniger als 2018, als es unter Manager Manuel Pellegrini allerdings sieben Dezember – Ligaspiele gab (Punkteschnitt 2,14). Im Europacup war man damals nicht dabei und im Ligacup waren die Hammers schon in Runde 4 im Oktober gegen Tottenham ausgeschieden.
Heuer hatte man dagegen Arsenal im Ligacup-Achtelfinale eliminiert (scheiterte dann aber mit 1:5 an Liverpool im Viertelfinale). Gegen Arsenal gab es im Dezember im letzten Spiel des Jahres einen weiteren Erfolg: im Emirates wurde Declan Rice’s neuer Klub mit 2:0 besiegt, womit man die Gunners von der Tabellenspitze holte. Ganz nach dem Motto:

Dieses Ergebnis war ein Dämpfer für Arsenals Titelambitionen, damit liegt die Mannschaft von Mikel Arteta nun auf dem zweiten Tabellenplatz, zwei Punkte hinter Tabellenführer Liverpool. Und die Hammers stehen auf dem beachtlichen sechsten Rang!

Drei Wochen vor dem Auswärtssieg vom Donnerstag hatte es einen weiteren denkwürdigen Auswärtssieg für West Ham gegeben – 2:1 gegen Tottenham. Das ist das erste Mal seit 1993/94, dass die Hammers Tottenham und Arsenal auswärts in derselben Ligasaison besiegten.
Es setzte aber auch zwei bittere Niederlagen in diesem Monat: es gab ein 0:5 gegen Fulham (noch dazu bei jenem Spiel, das ich in der Premier League live im Stadion gesehen habe!), und mit einem 1:5 gegen Liverpool verabschiedeten sich die Hammers im Viertelfinale aus dem Ligacup.
Mit 2:0 gewann man im London Stadium das letzte Gruppenspiel der Europa League gegen Freiburg und verteidigte damit die Gruppenführung, und auch ein klares 3:0 gegen die Wolves und ein 2:0 gegen Manchester Utd waren erfreuliche Resultate im eigenen Stadium in der Premier League. 1:1 remis trennte man sich dort im ersten Dezember-Spiel mit Crystal Palace.

West Ham liegt nach dem Sieg gegen Arsenal auf Platz 6 in der Premier League und hat zur Meisterschafts-Halbzeit – das heißt nach 19 von 38 Spielen – schon 33 Punkte auf dem Konto. “Seven points from safety”, wie der ironische und immer auch ein bisschen unzufriedene West Ham-Anhang nach dem Sieg gegen Arsenal bemerkte, bei dem man es sich sogar leisten konnte, durch Benrahma einen Elfmeter (nach Foul von Declan Rice) zu verschießen. Die Tore im “Emirates” schossen Soucek nach einem umstrittenen Assist von Bowen (Bild oben) und Mavropanos per Kopf.

Mit Optimismus und einem gesunden Punkte-Polster geht es für West Ham ins Neue Jahr! Come on you Irons!
Gegen wen im März?
West Ham hat bekanntlich seine Europa League-Gruppe vor Freiburg gewonnen. Der FC Freiburg (GER) muss im Play-off gegen Champions League-Absteiger Lens (FRA) antreten, die Hammers dagegen spielen erst wieder im März 2024 im Achtelfinale.

Das sind die weiteren sieben Paarungen des Europa League Play-offs, die im Februar (15./22.2.2024) darüber entscheiden werden, auf wen die acht Gruppensieger im März im Achtelfinale des Europacups treffen werden:
Feyenoord (NED) – Roma (ITA)
Milan (ITA) – Rennes (FRA)
Young Boys (SUI) – Sporting CP (POR)
Benfica (POR) – Toulouse (FRA)
Braga (POR) – Qarabağ (AZE)
Galatasaray (TUR) – Sparta Prag (CZE)
Shakhtar (UKR) – Marseille (FRA)
Die Sieger des Play-offs sind bei der Achtelfinal-Auslosung ungesetzt. Nach dieser K.-o.-Runde geht es weiter mit Viertelfinale, Halbfinale und schließlich dem Finale am 22. Mai in Dublin.
Im Achtelfinale stehen folgende Gruppensieger:
Atalanta (ITA)
Brighton (ENG)
Leverkusen (GER)
Liverpool (ENG)
Rangers (SCO)
Slavia Prag (CZE)
Villarreal (ESP)
West Ham (ENG)
Das sind die weiteren Spieltermine bis zum Finale in Dublin:
Achtelfinale: 7. & 14. März
Viertelfinale: 11. & 18. April
Halbfinale: 2. & 9. Mai
Finale: 22. Mai (Dublin)
Vor zwei Jahren spielte West Ham ebenfalls in der Europa League, gewann seine Gruppe, in der man gegen Dynamo Zagreb, Rapid Wien und Genk antreten musste – in Wien gegen Rapid wegen der Pandemie leider in einem „Geisterspiel“ – und eliminierte dann Sevilla (0:1, 2:0 n.V.) und Lyon (1:1, 3:0), bevor im Semifinale gegen den späteren Europacupsieger Eintracht Frankfurt Endstation war (1:2, 0:1).
➡️ West Ham in European football
Letzte Saison triumphierten die Hammers in der Conference League und gewannen ihren zweiten Europacup nach 1965.
Die erfolgreiche Conference League-Saison 2022/23 startete mit einem Play-off gegen Viborg. In der Gruppenphase waren Steaua Bukarest (FCSB), Anderlecht und Silkeborg die Gegner. Als Gruppensieger spielte man dann im Achtelfinale gegen AEK Larnaca (2:0, 4:0). Darauf folgten Spiele gegen KAA Gent (1:1, 4:1) und AZ Alkmaar (2:1, 1:0), bevor man das Finale in Prag mit 2:1 gegen Fiorentina gewann.



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