Rapid-Trainingszentrum im Prater
Anfang Jänner werden die insgesamt acht Millionen teuren Investitionen in den Ausbau des Rapid-Trainingszentrum im Prater abgeschlossen sein, berichtet der KURIER.
Nach Abschluss der ersten Bauphase wurde vergangene Woche die zweite Phase gestartet. Bereits Anfang 2022 soll das Funktionsgebäude des „Körner Trainingszentrums powered by VARTA“ in Betrieb genommen werden. Das Ziel ist klar und hoch an der Zeit: Den Rapid-Spielern sollen optimale Trainings- und den Mitarbeitern des sportlichen Bereiches ebensolche Arbeitsbedingungen geboten werden.
Geschäftsführer Christoph Peschek ist zufrieden: „Nach dem Allianz Stadion ist das Trainingszentrum das nächste große Zukunftsprojekt, um das Fundament für die Wettbewerbsfähigkeit von Rapid zu stärken.“
Ein traditionelles Problem durch die Aufteilung der Mannschaften auf Hütteldorf und den Prater, noch dazu in verschiedenen Gebäuden, soll dann Vergangenheit sein. Sämtliche Teams ab der U15 sollen Platz finden. „Sobald alle Mannschaften am selben Standort untergebracht sind, optimiert das auch die Zusammenarbeit zwischen Profis, Rapid II und der Akademie“, ist Sportdirektor Zoran Barisic überzeugt.
Mit der Namensgebung ehrt man zwei der ganz großen Rapidler, Alfred und dessen Bruder Robert Körner, 1954 auch Teil jenes österreichischen Nationalteams, das Platz drei bei der WM belegte. Die “Körnerbuam” kamen 1938 zum Probetraining bei Rapid und gingen von dort ihren Weg zu vielen Titeln mit Grün-Weiß.

Insgesamt werden von den Hütteldorfern acht Millionen Euro investiert. Zwei Legenden steuern den Namen bei, ein Batterienhersteller auch Geld: Die Summe, die das deutsche Unternehmen „VARTA“, vertreten durch den milliardenschweren Unternehmer und Rapidfan Michael Tojner, aufwendet, blieb freilich ungenannt. Die Stadt Wien finanziert dem Verein zwischen U2 und Trainingszentrum einen neuen Rasenplatz, inklusive Rasenheizung, Bewässerungssystem und Flutlichtanlage (im Bild in hellgrün).
Zwei Gesichtsverletzungen & Doppelstrafe
Blutige Gesichtsverletzungen haben in den letzten Tagen sowohl beim SK Rapid als auch bei West Ham wichtige Spieler erlitten. Und auch eine UEFA Geldstrafe haben zuletzt beide Klubs ausgefasst.
Tomáš Souček, West Ham’s torgefährlicher tschechischer Mittelfeldspieler, erlitt in Minute 78 beim 1:0-Sieg der Hammers über Everton letzten Sonntag in der Premier League mehrere Wunden im Gesicht, als er mit dem Schuh von Toffees-Stürmer Salomon Rondon unliebsame Bekanntschaft machte.
Souček wurde noch in Liverpool mehrfach genäht und Anfang der Woche in London chirurgisch nachbehandelt. Trotz des fürchterlich aussehenden Fotos vom Sonntag konnte er schon am Donnerstag beim Europa League Sieg gegen Genk wieder mit dabei sein!

“Tomáš ist okay”, erklärte West Ham-Manager David Moyes vor dem Spiel: „Er hat mehrere Stiche bekommen, in der Lippe, in seiner Wange und über seiner Nase, also in drei verschiedene Bereichen. Er hat sich auch die Lippe von einem plastischen Chirurgen nochmals behandeln lassen.“
Moyes zog auch eine Parallele zu seinen eigenen Cuts, die er als aktiver Verteidiger erlitten hat: „Ich sagte zu ihm ‚Schau dir meine Augenbrauen an, Tomáš – meine Augenbrauen wurden in meinen Jahren als Centre-Half auch mehrfach lädiert. Tomas muss noch ein paar Stiche bekommen, bevor er mein Level erreicht!”

So schnell wieder auf dem Platz stehen wie Tomas Soucek wird Maxi Hofmann wohl nicht. Der Rapid-Kapitän köpfelte gegen Dinamo Zagreb das entscheidende 2:1 und stieß dann am Ende des Spieles mit Mannschaftskollegen Aiwu so unglücklich zusammen, dass er sich – zum wiederholten Msle – das Nasenbein brach. Die Ausfallzeit des Innenverteidigers ist noch nicht bekannt, am Freitag wurde er operiert. Für das Bundesliga-Gastspiel am Sonntag in Hartberg wird Hofmann jedenfalls kein Thema sein. “Da fällt er natürlich aus. Aber wir gehen davon aus, dass er in wenigen Tagen schon wieder mit einer Maske ins Training einsteigen kann”, zeigte sich Rapid-Coach Didi Kühbauer optimistisch. “Für Maxi ist ein Nasenbeinbruch ja schon fast so wie für andere ein Schnupfen. Daher weiß er, damit gut umzugehen”, erklärte der Rapid-Coach.
Der Nasenbeinbruch des Innenverteidigers wird übrigens ein Fall fürs Museum: Die für das „Rapideum“ Verantwortlichen sicherten sich bereits das blutbefleckte Trikot des Abwehrspielers für das grün-weiße Museum.
Rapid und West Ham von UEFA bestraft

Rapid wurde aufgrund der Zwischenfälle beim Auswärtsspiel in London in erster Instanz zu einer Geldstrafe von 60.000 Euro und einem Europacup-Auswärtsspiel ohne eigene Fans verurteilt worden. In dem Spiel im September hatten sich Anhänger beider Klubs im Londoner Olympiastadion Scharmützel geliefert. West Ham muss ebenfalls 60.000 Euro bezahlen. Rapid wird wohl ein Rechtsmittel einlegen.
Es handle sich um ein laufendes Verfahren, das man nicht weiter kommentieren könne, hieß es von Seiten der Grün-Weißen. Sollte die Auswärts-Sperre aufrecht bleiben, ist aufgrund des laufenden Verfahrens völlig offen, welche Partie davon betroffen wäre.
2:1 mit Super-Leistung gegen Dinamo
Der SK Rapid gewinnt mit der bisher besten Saisonleistung – mit Rapid-Geist und wesentlich präziserem Passspiel als zuletzt – völlig verdient vor 22.300 Zuschauern in der Europa League 2:1.

Highlights: https://youtu.be/BpqN_Yh5TaY
Nach Genks Niederlage bei West Ham liegt Rapid nach diesem Sieg nun auf Platz 3 in der Europa League Gruppe. West Ham ist so gut wie fix weiter; Dinamo, Genk und Rapid haben nun alle Drei drei Punkte. Allerdings spielt Rapid gegen die direkten Konkurrenten auswärts und im letzten Heimspiel gegen die Hammers, also die ungeschlagenen Besten in Gruppe H.

Tore: Grüll (9.), Hofmann (34.); Orsic (24.).
Gegen Dinamo vor ausverkauftem Haus aus der Krise
Am Donnerstag Abend in der Europa League muss Rapid Wien nach zwei Niederlagen endlich punkten. Aber die laufende Saison ist bisher verkorkst. Was da in der Headline steht, könnte im ausverkauften Weststadion ein frommer Wunsch bleiben, denn sogar die berühmte „Rapid-Viertelstunde“ ist heuer meist jener Match-Abschnitt, in dem die Gegner Tore schießen anstatt Rapid. Der RapidHammer hat gar schon das Ende der Rapid-Viertelstunde ausgerufen.
Hat der Traditionsverein seine Gier nach Siegen verloren? fragt der KURIER in einem Artikel vor dem Europa League-Spiel gegen Dinamo Zagreb, das von einer Schiedsrichterin, Kateryna Monsul aus der Ukraine, geleitet wird. Es wird das erste Spiel seit dem Beginn der Coronakrise sein, dass ausverkauft ist – wenn auch mit vielen kroatischen Fans. Der organisierte Rapid-Anhang hat einen Boykott wegen der Anwendung der 2G-Regel angekündigt.

Rapid Wien findet den Weg aus der Krise nicht, schreibt der KURIER. In der Bundesliga hat der Rekordmeister mit zwölf Punkten aus elf Spielen einen denkbar schlechten Start erwischt. Verletzungspech und Trainerdiskussionen inklusive. Woher kommen die selbst von Sportdirektor Zoran Barisic angesprochenen Mentalitätsprobleme bei Rapid? Wo bleibt die Gier nach Toren, die Trainer Didi Kühbauer so schmerzlich vermisst?
Wie es um die Physis und die Psyche der Hütteldorfer vor dem Heimspiel in der Europa League gegen Dinamo Zagreb steht (Donnerstag, 18.45), erklärt KURIER-Sportredakteur Alexander Huber in der aktuellen Folge des Blogs Nachspielzeit, wobei er vor allem was Fehlen einer echten Führungsfigur in der aktuellen Rapid-Mannschaft hervorhebt: Nach dem Karriereende von Rapid-Rekordspieler Steffen Hofmann (2018), den Abgängen von Stefan Schwab (2020) und Sonnleitner (2021) und der aktuellen schweren Verletzung von Christopher Dibon fehlt den Grün-Weißen ein Antreiber auf dem Platz, sowohl im Training als auch im Spiel, meint Alexander Huber im Blog:
https://nachspielzeit.podigee.io/168-rapid-krise-und-europa-league
Everton vs WHU 0-1: Highlights

Moyes Enjoys To Watch His West Ham
David Moyes says his West Ham United team are playing some of the best football of his managerial career. He‘s enjoying to watch his team play – and so am I! Yesterday‘s win at Moyes‘ former club Everton with a resilient display and some very good football means that the Hammers are up to 7th in the Premier League table, level on points with Manchester Utd in sixth and one point behind Brighton and Spurs in 4th and 5th.

Here was the latest impressive win against a perceived rival for the European places, The Telegraph writes: The Londoners we’re looking slick in possession, a powerful unit through their spine, and towering over opponents in both penalty areas ensuring a set-piece winner – Angelo Ogbonna’s header in the second half – was no surprise. Moyes’ side was more dominant on the ball and flexible in their movement, any thoughts that West Ham’s improvement last season was a freak of lockdown football can be cast aside. They look even better this season.
David Moyes led the Hammers to a second consecutive win at Goodison Park – the first time in 91 years that West Ham had won back-to-back top-flight matches there – and above an Everton side who had won all three home games prior to the Irons’ visit.
The Londoners were value for their victory, too, dominating possession for long periods and creating a succession of opportunities from open play and set pieces.
The Hammers have now collected ten points from 12 on the road and Moyes has challenged his squad to emulate their away form when they return to London Stadium to host Tottenham Hotspur in their next home Premier League fixture next Sunday:
“We’ve got the best away record in the Premier League and what we now want is the best home record in the league at London Stadium, too.”
“We’ve got to try and make sure we get those victories at home as well.
„I want my team to be hard to play against; if you are going to be successful, you need to be strong defensively. It’s my job to win and I want the team to be top of the league winning games. But there have been times when I have actually stood back from the touchline and thought: ‘Oh boy, you guys are playing well, this is good to watch, I’m enjoying this’.
“As a manager, I am loving it. West Ham back in Europe is such a big thing for us. At the end of the Rapid Vienna game, we had over 50,000 there, it was incredible. You can see what it means, it’s something we really want. I’m not going to sit back and say it’s tough or whatnot, I’m the opposite, I’m saying bring it on.
“We’ve started well, we’ve got some more work to do, but I do know if we can qualify and be in Europe after Christmas time, it would be a great boost for us.”
Interview from: WHUFC, The football we’re playing is right up there & West Ham can compete with the top teams
Next games up:

Fit And Proper?

Der Sonntag begann gut – aus meiner Sicht – mit einem 1:0 Auswärtssieg für West Ham United gegen Everton! West Ham bleibt damit auswärts ungeschlagen und überholt die Toffees in der Premier League Tabelle.
Aber das Spiel, das in dieser Runde in England am meisten Diskussionsstoff liefert, ist das spätere der beiden Nachmittagsspiele: Der bisherige Drittletzte Newcastle Utd, der letzte Woche von einem vom saudischen Staatsfonds dominierten Konsortium um Amanda Staveley (im Bild oben links) erworben wurde und damit nun den reichsten Eigentümer im Weltfußball hat (siehe oben rechts), tritt zum ersten Mal seit der Übernahme an – zu Hause gegen Tottenham.
Die Premier League hat trotz vehementer Kritik dem Eigentümerwechsel zugestimmt. Die während vieler Jahre, als die Geordies dem ungeliebten Sports Direct-Eigentümer Mike Ashley gehörten, leidgeprüften Newcastle-Fans jubeln, doch es gibt auch berechtigte Gegenstimmen, unter anderem spricht die Witwe des von den Saudis ermordeten Journalisten Kashoggi von einer Schande für Newcastle und den englischen Fußball! Und nicht nur Jürgen Klopp wundert sich, dass die bekannten Menschenrechtsverletzungen der Saudis offenbar keine Rolle spielen sollen…
Das Ende der Rapid-Viertelstunde
👏 Alle Serien gehen im Fußball einmal zu Ende: in dieser Bundesligasaison hatte Red Bull Salzburg bisher noch keinen Punkt abgegeben – bis gestern, als es im elften Meisterschaftsspiel gegen Altach ein 1:1 Unentschieden und damit den ersten Punkteverlust für die Salzburger gab. Dass Rapids Auswärtsspiel in Klagenfurt mit dem selben Ergebnis endete, prolongierte hingegen eine sehr unerfreuliche Serie, auf deren Ende wir offenbar noch länger warten müssen.👏
Es war einmal …eine Rapid-Viertelstunde (hier: SK Rapid – HSV 3:0, 2009)
Im siebenten Bundesliga- und Europa League-Spiel hintereinander kassierte Rapid ein Gegentor in der Rapid-Viertelstunde. Und da der Spielstand gestern auch wieder ein knapper war, bedeutete das Tor von Gloire Amanda in Klagenfurt, mit dem er in der 87. Minute Taxi Fountas’ Führungstreffer egalisierte, zwei verlorene Punkte für Grün-Weiß. Dabei war diese letzte Viertelstunde des Spiels früher DAS Markenzeichen des SK Rapid (siehe zB ➡️ hier und ➡️ hier)!
In diese seit Anfang September andauernde negative Rapid-Viertelstunden-Serie fällt als einziges Spiel, in dem Rapid „seine“ Viertelstunde ohne Gegentor überstand, das ÖFB Cupspiel gegen die Admira, in dem Rapid allerdings auch – so wie gestern – eine 1:0-Führung aus der Hand gab und in der zweiten Halbzeit noch vor der 75. Minute den Ausgleich kassierte, der die Hütteldorfer in die Verlängerung zwang (die schlussendlich zum Glück erfolgreich mit einem 2:1 endete).
Das Kassieren später Gegentore ist in dieser Saison schon habituell geworden, bevor die September-Serie es nun wirklich so aussehen lässt, als wäre nach 121 Jahren SK Rapid das Ende der Rapid-Viertelstunde gekommen: Am 15. August gelang es Altach, unter dem – bei Rapid seinerzeit erfolglosen – Ex-Trainer Damir Canadi durch Tore in der 82. und 91. Minute aus einem 0:1 noch einen 2:1-Sieg zu machen.
Auch gegen Sparta Prag bei der 0:2-Niederlage im Champions League-Qualifikationsspiel in Prag und gegen Anorthosis Famagusta in der EL-Quali musste Rapid in der 81. respektive 88. Minute ein Gegentor hinnehmen – wobei die 1:2 Niederlage auf Zypern aufgrund des vorangegangenen 3:0 Heimsieges zum Glück keine negativen Folgen hatte.
Bei diesem Heimsieg gelang Marco Grüll das dritte Tor in 83. Minute, doch auch in der Meisterschaft hat das verflixte Kassieren später Gegentore in dieser Saison System und begann bereits im zweiten Saisonspiel im Juli gegen den LASK: die Linzer vermochten beim 1:1 in Pasching in der 79. Minute Rapids 1:0-Führung auszugleichen, sodass Rapid nach der Auftaktniederlage gegen Hartberg (Gegentore in der 41. und 68. Minute) bis zur dritten Runde auf den ersten Meisterschaftssieg warten musste, der dann mit 3:0 gegen Wolfsberg deutlich ausfiel – wobei Taxi Fountas seinen Hattrick aber bereits in der 54. Minute komplettiert hatte!
Gegen Zorya Luhansk gelangen beim 3:0 zwei Tore in der „grünen Viertelstunde“ (Kara 78. und Grüll 85.), beim 3:0-Sieg über die SV Ried konnte Robert Ljubicic in der 81. Minute einnetzen, aber schon beim Rückspiel gegen Luhansk war es wieder der Gegner, der in der 86. Minute auf 2:3 verkürzen konnte, was an der Qualifikation für die Europa League-Gruppenphase zwar nichts mehr änderte, aber dennoch ärgerlich war.
Gegen die Wiener Austria Ende August gelang es Rapid dann erst zum zweiten Mal in dieser Saison, dass man nach einem Rückstand nicht verlor, indem Marco Grüll zu Beginn der zweiten Hälfte die Austria-Führung egalisieren konnte (Endstand in diesem schwachen Derby 1:1). Das erste Mal in dieser Saison schaffte Rapid, ein Spiel zu drehen, beim beeindruckenden 2:1-Heimsieg gegen Sparta Prag (zwei Knasmüllner-Tore in der zweiten Halbzeit, aber noch vor der Rapid-Viertelstunde!), der Sieg war aber dann Makulatur, weil man in Prag 0:2 verlor (siehe oben). Ein drittes Mal schaffte man es trotz 0:1-Rückstand dennoch zu gewinnen beim 5:2-Sieg gegen Wattens vor zwei Wochen, wobei dabei sogar die letzten 15 Minuten ein Score von 2:1 für Rapid brachten – aber eben neben Treffern von Grüll und Knasmüllner doch auch ein Tiroler Gegentor in Minute 82 durch Ex-Rapidler Petsos!
Fazit: Die Bezeichnung „Ex“ müssen wir nicht nur vor manche der in diesem Artikel erwähnten Personen, die früher für Rapid tätig waren, setzen; in der heurigen Spielzeit gibt es auch eine „Ex-Rapid-Viertelstunde“. Die besondere Eigenschaft, ein Match noch in den letzten Minuten mit dem unbedingten Willen zum Sieg drehen zu können, ist der Rapid von heute leider vollkommen abhanden gekommen!
Und das, obwohl wir mit Didi Kühbauer ein Mitglied des Rapid-Legendenteams als Trainer haben! Was läuft hier schief? frage ich mich! Das darf doch nicht wahr sein!
Die nächste Chance, es endlich wieder besser zu machen, gibt es nächsten Donnerstag in der Europa League im Heimspiel gegen Dinamo Zagreb. Das verflixte Kassieren später Gegentore muss endlich ein Ende haben. Und dann könnten wir schön langsam auch mit dem Schießen von Toren ab der 75. Minute wieder anfangen!
Come on you boys in green!
Wie man sich für Qatar qualifiziert
Auf der UEFA Seite wird erklärt, wie es nach der vorletzten internationalen Woche in den zehn europäischen Qualifikationsgruppen für die WM 2022 aussieht. Erst zwei Nationen sind als uneinholbare Gruppenerste fix für Qatar qualifiziert, zumindest das Play-Off der Gruppenzweiten im März 2022 haben 7 Teams erreicht, die von einem der ersten beiden Gruppenplätze nicht mehr verdrängt werden können.
Das Allermeiste entscheidet sich aber erst an den letzten beiden Spieltagen vom 11. bis 16. November, wie sich aus der weiter unten ersichtlichen UEFA-Darstellung ergibt (siehe unten “UEFA: How it stands, who needs what”). Insgesamt fahren dreizehn Teams aus Europa zur WM nach Qatar, an der 32 Nationen vom 21. November bis 18. Dezember 2022 teilnehmen werden: die zehn Gruppenersten aus den Euro Qualifiers und drei weitere Nationen, die aus den zwölf am Play-Off im März teilnehmenden Teams hervorgehen.

Österreich – das schon “in weiser Voraussicht” gestern in Kopenhagen ganz in Schwarz angetreten ist – ist nach dem Trauerspiel ohne Schuss aufs Tor mit der 0:1-Niederlage gegen Dänemark am Dienstag auf Platz 4 der Gruppe F einzementiert und kann den 2. Gruppenplatz sicher nicht mehr erreichen.

Trotz dieser Enttäuschung wird Österreich aber wohl an den Play-Offs der 10 Gruppenzweiten und zwei Nations-League-Divisionssieger teilnehmen – wenn auch als ungesetzte Nation gegen wahrscheinlich sehr starke Gegner. Es ist anzunehmen, dass Österreich an dem aus zwei K.O.-Spielen bestehenden Play-off teilnehmen wird, bei dem es sich um drei „one-off semi-finals“ am 24. März und drei „Finali“ am 29. März 2021, handelt, aus denen die drei WM-Teilnehmer hervorgehen werden. Von den Top 4 der Nations League (Frankreich, Spanien, Italien und Belgien) sind die beiden Letztgenannten schon fix zumindest im Play-Off und es ist unwahrscheinlich, dass Frankreich und Spanien es in ihren Qualifikationsgruppen nicht unter die ersten Zwei schaffen:
- Weltmeister Frankreich, das zuletzt Spanien im Nations League Finale 2:1 geschlagen hat, ist seit 5 Spielen ungeschlagen. Am 13. November kommt der Gruppenletzte Kasachstan ins Stade de France und schon jetzt liegt man mit einem Spiel weniger mit 12 Punkten immerhin drei Punkte vor dem Zweiten in Gruppe D, der Ukraine (9). Der Dritte in dieser Gruppe ist Finnland (8), das zwar im letzten Spiel gegen Frankreich Heimvorteil hat, doch wird es dann, nach dem sicher zu erwartenden Erfolg von “Les Bleus” über Kasachstan, nur mehr im Fernduell mit Ukraine und Bosnien (derzeit 7 Punkte) um den zweiten Platz gehen und ein Rückfall der Franzosen auf den dritten Gruppenplatz erscheint ohnehin ausgeschlossen.
- Auch Spanien, der im Nations League Endspiel am Sonntag unterlegene Finalist, wird wahrscheinlich zumindest Zweiter in seiner Quali-Gruppe B, in der derzeit theoretisch noch drei Teams Chancen haben. Derzeit führt Schweden mit 15 Punkten, Spanien hat 13 Punkte, dahinter liegt Griechenland mit 9. Spanien spielt auswärts in Griechenland am 11. November und dann in Sevilla gegen Schweden, das vorher nach Georgien muss. Griechenland empfängt am letzten Spieltag den schon chancenlosen Kosovo.
Benötigen die vier Nations League-Division A-Sieger keinen der beiden freien Play-Off-Plätze, so kommen in dieser Reihenfolge die Sieger der B- oder C-Gruppen dran:
League B
5 Wales
6 Austria
7 Czech Republic
8 Hungary
League C
9 Slovenia
10 Montenegro
11 Albania
12 Armenia
UEFA: How it stands, who needs what
Qualified as group winners: Denmark, Germany
Confirmed in top two of their group: Belgium, Croatia, Italy, Portugal, Russia, Serbia, Switzerland
Can also still qualify automatically: Albania, Bosnia and Herzegovina, England, Finland, France, Netherlands, Norway, Poland, Spain, Sweden, Turkey, Ukraine, Wales
Can still finish runners-up in group: Armenia, Czech Republic, Greece, Iceland, Israel, Montenegro, North Macedonia, Romania, Scotland
Can reach play-offs only via UEFA Nations League ranking: Austria
How qualifying works
Direct qualifying
The ten group winners qualify for the 2022 World Cup which runs from 21 November to 18 December in Qatar.
Play-offs
For the play-offs from 24 to 29 March, the ten group runners-up will be joined by the two best group winners from the 2020/21 UEFA Nations League overall rankings that have neither qualified directly for the World Cup as European Qualifiers group winners, nor entered the play-offs already as European Qualifiers group runners-up. These 12 teams will be drawn into three play-off paths for one-off semi-finals and a final. The three path winners qualify for the World Cup.

Recent Comments