Back to black… and white
Auf den Färöern spielte Österreichs Nationalteam nach langer Zeit wieder im traditionellen Schwarz-Weiß, wenn auch verkehrt herum – aber immerhin!
In schwarzen Leibchen und weißen Hosen gelang der “Pflichtsieg” im hohen Norden, wenn er auch weder vom Ergebnis (2:0) noch der Leistung her überzeugend war und die Chancen des Teams auf das Erreichen eines Play-Off-Platzes in der European Qualifier-Group – aufgrund Schottlands 3:2-Heimsieg über Israel – auch nicht verbessert hat: mit nur noch drei Spielen, davon eines auswärts gegen die ohne Punkteverlust an der Spitze der Gruppe F stehenden Dänen, wird es schwer werden, die Schotten noch von Platz 2 zu verdrängen.
Was ist los mit Türkis?
Aber zurück zu den Trikots – und zur Politik: In der vergangenen Woche führten Hausdurchsuchungen bei der türkisen Kanzlerpartei ÖVP und die schweren Anschuldigungen gegen Sebastian Kurz und seine engsten Mitarbeiter zu einer ernsten ÖVP-Vertrauens- und Koalitionskrise, weil die Grünen Kanzler Kurz nicht mehr als “fit for the job” qualifizierten. Da war es nur zu passend, dass Österreichs Nationalteam nicht mehr in den türkisen Hosen und Stutzen antrat, die jüngst das österreichische Auswärtstrikot darstellen (offiziell “schwarz und mintgrün”).

Stattdessen kombinierte man im Spiel gegen die in Weiß-Blau-Weiß auflaufenden Kicker von den sogenannten “Schafsinseln” nun schwarzes Shirt, weiße Hosen und schwarze Stutzen und Teamchef Foda nahm – wenn wohl auch nur zufällig und nicht in bewusster Zustimmung zu dem Statur zeigenden grünen Koalitionspartner – endlich auch wieder einen Rapidler in die Mannschaft: der grün-weiße Mittelstürmer Ercan Kara (Bild oben) stand zum ersten Mal in der Startelf und dankte dies mit einer glänzenden Leistung mit Assist zum 1:0 und außerdem einem Stangenschuss!
100 Jahre Black & White
Mit den neuen Team-Dressen ist man nun zumindest von der Farbkombination her wieder bei dem über hundert Jahre für die österreichische Nationalmannschaft kennzeichnenden Schwarz-Weiß: von 1902 bis zu Beginn der 2000er-Jahre spielte Österreich – ebenso wie Deutschland – in weißen Shirts und schwarzen Shorts; kombiniert mit schwarzen, gelegentlich auch weißen Stutzen.

Heimtrikot und Auswärtstrikot bis 2002 und die neue Heim- und Auswärtskombi seit 2009 (rechts unten)
Die rot-weiß-roten Farben der österreichischen Flagge waren in dieser Zeit nur jene des Auswärtstrikots (oben rechts: Österreich bei seinem größten Erfolg, dem 3:1 über Uruguay im “kleinen Finale” bei der WM 1954), bis der von 2002 bis 2005 amtierende österreichische Teamchef Hans Krankl (Bild oben links als Spieler in Weiß-Schwarz) das Auswärtstrikot zum Heimtrikot machte.
Nachdem man in der Folge dann das althergebrachte Schwarz-Weiß noch für das Auswärtstrikot verwendete, kam die Farbenlehre in den letzten Jahren schließlich völlig durcheinander: nachdem die “Schwarzen”, wie die Österreichische Volkspartei seit jeher genannt wurde, zur “neuen Volkspartei” und “Türkis” mutierte und nach vielen Jahren wieder den Kanzler stellte, zog auch Ausstatter Puma – ob bewusst oder unbewusst, wer weiß das schon – nach und verpasste dem Team die neuen türkis-schwarzen Auswärtsdressen.
Von “Türkisgate” sprach bei der EM die Frankfurter Allgemeine und brachte das neu eingeführte Türkis in Verbindung damit, dass es dieses Outfit ausgerechnet seit November 2019 gibt – nur zwei Monate, nachdem Sebastian Kurz’ Team-Türkis die Nationalratswahlen gewonnen hatte. Dass das Schwarz und “Mintgrün” die Komplementärfarben zu Rot-Weiß wären und es sich um eine bevorzugt Farbkombination des Wiener Jugendstils gehandelt habe, beteuerte dagegen der ÖFB. Außerdem würde es sich, so hieß es, auch um eine Anleihe bei den Farben der österreichischen Bergseen handeln.
Sei es, wie es sei – an diesem Wochenende, an dem auf das Türkis der “neuen ÖVP” die langen dunklen Schatten von Korruption, illegaler Finanzierung von frisierten Meinungsumfragen aus Steuergeld, schmutzigen Machenschaften bei der Übernahme der ÖVP-Obmannschaft und ordinären und respektlosen SMS fielen, ist das österreichische Team jedenfalls nicht mehr in Türkis aufgelaufen, sondern in unschuldig weißen Hosen!
Regierungskrise beendet – Vertrauenskrise bleibt
Mit Kurz’ Rücktritt am Samstag ist die Regierungskrise nun vorerst beendet, die Koalition kann mit einem neuen Bundeskanzler, Alexander Schallenberg, weitergeführt werden und wichtige Vorhaben im Parlament umsetzen – Kurz hat eine richtige Entscheidung getroffen und Staatsräson über Parteiräson gestellt, Chaos und Stillstand sind vermieden! Und ein bisschen weniger Türkis und wieder mehr anständigeres Schwarz würden der stärkeren der beiden Koalitionsparteien gut tun, um – wie der Bundespräsident zurecht sagte – das Vertrauen in die Politik zurückzugewinnen, das in den letzten Tagen wieder einmal stark erschüttert wurde.
Ob von Österreichs Teamchef Franco Foda, in den das Vertrauen ebenfalls – ob der schon seit einiger Zeit wenig berauschenden Darbietungen des Teams – erschüttert ist, dieses Vertrauen bei den österreichischen Fußballfans noch zurückgewonnen werden kann, wird sich ebenfalls erst weisen. Was wahrscheinlicher ist: dass 2022 ein Teamchef-Wechsel ins Haus steht oder Neuwahlen zum österreichischen Nationalrat? Das ist derzeit schwer zu sagen!

Schweiz – Österreich bei der WM 1954 (Österreich gewann in den traditionellen weißen Leibchen und schwarzen Hosen und Stutzen die „Hitzeschlacht von Lausanne“ 7:5)
Vielleicht sollte Franco Fodas Nationalteam es wieder mal mit weißen Leibchen und schwarzen Hosen versuchen, wie es 100 Jahre lang üblich war – Traditionen soll man schließlich hochhalten! Und “türkis” ist im Augenblick auch wirklich nicht “en vogue”. Gegen die in Rot-Weiß spielenden Dänen am kommenden Dienstag wäre das traditionelle Weiß-Schwarz jedenfalls eine durchaus passende Spielkleidung!
Der Ursprung von Schwarz-Weiß
Warum aber eigentlich weiße Leibchen und schwarze Hosen? Laut Wikipedia gehen diese Farben auf die Kreuzzüge im 12. Jahrhundert zurück: Während der Belagerung von Akkon (1191) wurde vor der Stadt aus humanitären Gründen von angereisten Kaufleuten aus Bremen und Lübeck ein Feldspital errichtet. Aus dieser Hospitaliter-Gemeinschaft entstanden die Deutschordensritter, die ab 1805 meist ihren Hauptsitz in Wien hatten. Die Farben des Deutschen Ordens sind Schwarz und Weiß. Während der Koalitionskriege gegen Napoleon (1807–1815) wurden die schwarz-weißen Farben des Deutschen Ordens und Preußens von der Turnbewegung für ihre Turnbekleidung übernommen – in der Volksschule hatten wir übrigens auch noch weiße Turnleibchen und schwarze Turnhosen zu tragen. Diese Kombination übernahm in späterer Folge sowohl die deutsche als auch die österreichische Fußballnationalmannschaft.
Auch die Farben der österreichischen Flagge und der 100 Jahre lang verwendeten Auswärtsdressen bzw. Heimdressen der letzten 20 Jahre haben ihren Ursprung in der Belagerung von Akkon: Der Legende nach soll Leopold V. von Österreich einen weißen Waffenrock getragen haben. Nach einer der vielen Schlachten soll er vollgespritzt von Blut gewesen sein. Als er seinen breiten Gürtel abnahm, war ein weißer Streifen auf dem blutroten Gewand zu sehen. Da sein Banner (vermutlich ein schwarzer Panther auf weißem Grund) während der Schlacht verloren gegangen war, erlaubte ihm der Kaiser fortan, die Farben rot-weiß-rot als neues Banner zu tragen.
Gegen Dänemark am Dienstag wird das auch eine schwere Schlacht in fremden Landen für die Österreicher. Ob die bisher so starken Dänen gerade gegen Fodas Mannen erstmals Punkte abgeben? Fast ebenso spannend ist aber die Frage, in welchen Dressen das ÖFB-Team auflaufen wird. Ich tippe auf ganz in “Black” und null Punkte.
Aber ich muss zugeben, meine Tipps haben schon öfters nicht zugetroffen…
Non-Covid Cold After London Trip
Having been to London for some days last week, I returned with an unwanted souvenir: a non-COVID cold.

The non-Covid cold seems to have become very common in the English capital and is doing the rounds also in Vienna right now. It is described in this article in The Telegraph:
www.telegraph.co.uk/health-fitness/body/do-have-not-covid-cold-really-bad-think/
On my return I took a COVID-antigen and later also a PCR test, both resulting in “not detected”. But today I had to see my doctor to prescribe something against that nasty cough which has remained after the initial sore throat was gone within just two or three days from its beginning.
Now I hope for a better night than the last one – without permanent waking-up due to that unpleasant coughing.
It is a dry cough that’s highly annoying and especially gets worth when I’m wearing a face mask. A souvenir from London which I really could have done without.
But there are many great memories from these much too short four days: We had a hotel with a wonderful view over the River Thames and the Houses of Parliament (above). West Ham’s Europa League game against Rapid Vienna in the London Stadium – the reason for our first trip to London within almost two years – kicked off on Thursday at 8 p.m. BST, so we had plenty of time to explore the British capital that day. But first of all we had to take our Day-2-Covid test, an appointment which had to be made before flying off to the UK due to the migration rules which were in force until October.
I had opted for a test facility near London Bridge and told our West Ham mate Paul that we would be around that place at 11 a.m. And really, when we were visiting nearby Borough Market I got a call by him and we met up in a small cafe. It was great to unexpectedly see friend Paul for a coffee and to hear that he’s doing well. Unfortunately he won’t be able to come to Vienna for the return leg in November, but Paul’s friend Barrie (who helped us to get the tickets for the game in London) will travel to Vienna and I’m looking forward to see him in person then.
Afterwards we had Indian lunch near Brompton Road, fortunately finding a restaurant nearby the unexpectedly closed Shezan we had known from our previous travels. Then we shortly walked through the ground floor of Harrods afterwards.

Finally we had to get ready for the football and travel from Westminster to the fairly distant London Stadium where we had a beer with Sam and his father not only before, but also after the game in the stadium. We were a cool group of Austrians consisting of our pastor Rene from the ICF Vienna, my wife Eva, and my friend Alfred and his son Simon!
West Ham’s game against Rapid in front of an almost sold-out crowd of 55,000 under the lights with a unique pre-match light show to mark West Ham’s first ever Europa League group stage game at home, and a very good first half of West Ham, followed by a welcome not-so-bad second half from Rapid, was highly entertaining and a very special occasion for me.

Buying a split-scarf was a “must” and I will proudly sport it in Rapid’s Weststadion for the return leg in November. I wore Claret & Blue for the game (we were sitting in the home supporters section of Billy Bonds Stand, lower tier – very good seats, a big thanks to our provider!), but I had put on a green Rapid shirt underneath and, to be honest, I would have fancied a shock result in favour of Rapid Vienna. Albeit it didn’t happen: the Hammers won 2-0 and I am very happy that they top Group H of the Europa League and most certainly will progress to the knock-out stages. Unfortunately that cannot be said of Rapid, starting into the UEL with two defeats.

The day after matchday was a Friday with some shopping in the Seven Dials area near Covent Garden and a highlight in the evening when we visited small, but groovy 606 Club in Chelsea. We went there by boat from Vauxhall to Chelsea Pier, crossing under beautiful Albert Bridge. Sax player Dave Lewis gave us a real treat of funky music, partly accompanied by jazz singer Gina Foster – a fine groove night that was!
The following rainy Saturday saw us visiting the Garden Museum close to our hotel in Lambeth, climbing 131 steps of the tower of the former church in which the museum is located. A long bus ride to Camden Market followed, afterwards we graced the High Street of one of our most liked neighbourhoods Marylebone near Regents Park.
The Saturday evening programme was a concert of the BBC Symphony Orchestra (directed by Sakari Oramo) at the Barbican Hall with Brahms’s Symphony No2 in D minor and two modern pieces by Betsy Jolas and Ruth Gipps.

Sunday was London Marathon day and our hotel was full of runners at breakfast. For us Sunday was church day. We visited HTB and afterwards enjoyed the sun and a lunch in the Serpentine Bar in Hyde Park. A sunny Bye-bye to London that was. After lunch we returned to the hotel to collect our bags as we had to take the afternoon flight from Stansted back to Vienna.

A beautiful but also exhaustive weekend came to an end … but its aftereffects are still there: great memories, nice pictures and a nasty cold! Thank you, London!
Sunday Is Church Day

By the way: Alpha @ ICF Vienna starts next Thursday: https://www.icf-wien.at/de/angebote/alpha/
West Ham‘s Run May – September 2021

Only one Mark Noble penalty miss away from being unbeaten for five months!
Since their defeat against Everton (0:1) at London Stadium on 9 May 2021 the Hammers have been beaten only by Manchester United in all games that have been played since.
1 Hammer & 4 Rapidler

Alfred, RapidHammer, Simon und Rene (oben v.l.n.r.) vor der neuen Statue mit West Ham’s Europacup der Cupsieger-Gewinnern 1965, Geoff Hurst, Bobby Moore und Martin Peters, an einem denkwürdigen Fußballabend im London Stadium:
Es war das allererste Aufeinandertreffen von West Ham und einem österreichischen Klub in einem Bewerbspiel. Gegen Rapid hatten die Hammers auch freundschaftlich bisher nur ein einziges Mal gespielt (1955 in London).
Das Spiel der UEFA Europa League, Gruppe H, endete mit einem Sieg der Londoner nach einer sehr starken ersten Halbzeit mit Tor von Declan Rice (Assist: Antonio) und zwei Stangenschüssen für WHU. Dann in der zweiten Hälfte beim Stand von 1:0 spielte Rapid zwar sehr gut mit, wurde aber aus dem Spiel heraus nie wirklich torgefährlich. Dennoch hätte der eingewechselte Marco Grüll dann beinahe vom deutschen Schiri nach challenge von Ben Johnson einen Elfer zugesprochen bekommen, nach heftigen West Ham-Protesten wollte der VAR aber dann doch nicht. “No penalty” hieß es nach dem Check.
Und schließlich machte Benrahma ganz am Ende das zweite Tor und alles klar für WHU – und wir trafen uns nochmals mit Sam & Co, die im November zum “reverse fixture” nach Wien kommen werden, zum Bier im Bauch des London Stadium.
Von mir aus könnten West Ham und Rapid ruhig öfter gegen einander spielen, ich habe den Abend “under the lights” wirklich genossen.
West Ham 2 SK Rapid 0
West Ham (4-2-3-1) Areola 6; Johnson 6, Dawson 6, Diop 6, Cresswell 7; Noble 6 (Soucek 62), Rice 7; Yarmolenko 7 (Fornals 76), Vlasic 6 (Lanzini 62), Benrahma 6; Antonio 7 (Bowen 62). SubsFabianski (g), Randolph (g), Zouma, Ogbonna, Masuaku, Kral, Baptiste, Alese. Booked Diop.
Rapid Vienna (4-2-3-1) Gartier 6; Aiwu 5, Greiml 5 (Stojkovic 62), Wimmer 6, Ullmann 6 (Auer 74); Petrovic 6 (Ljubicic 81), Grahovac 5; Arase 7, Knasmullner 6, Fountas 5 (Kitagawa 62); Kara 5 (Grull 62). Subs Hedl (g), Ballo, Schick, Hofmann, Unger. Booked Greiml, Grahovac.
Referee Tobias Stieler (Germany).
Spielbericht SK Rapid: Kämpferische Leistung, keine Belohnung
Spielbericht im Telegraph: West Ham maintain perfect Europa League start
Video “Behind the Scenes”: http://www.whufc.com/news/articles/2021/october/02-october/behind-scenes-west-ham-united-2-0-rapid-vienna
Mark Noble on leading the team out: “I was over the moon when the gaffer told me I was playing. Another clean sheet, another couple of goals and it was a great night for the club.”
West-Ham-Fanclub: “Hammers mit Rapid vergleichbar”
In einem Artikel auf Laola1 über den österreichischen Hammers-Fanclub „Austrian Irons“ anlässlich des Europa League-Spiels gegen Rapid vergleicht Alexander Karper West Ham mit mir den Hütteldorfern. Die Ähnlichkeiten, sind – wie auch RapidHammer schon oft feststellte – teilweise wirklich frappant.

- Nicht Manchester United, City, Liverpool, Chelsea oder Arsenal – West Ham United spielt für einige Fußball-Fans im Herzen Wiens die erste Geige.Wenn sich Denis Dusika und die von ihm gegründeten “Austrian Irons – West Ham Supporters Group” in ihrem Klublokal “The Tube Station” im 3. Wiener Gemeindebezirk einfinden, dreht sich alles um die “Hammers”. Marko Arnautovic jubelte man bis zum weniger ruhmreichen Abschied nach Chinaebenso zu wie der noch aktiven Klublegende Mark Noble oder verehrt die Weltmeister-Helden von 1966 um Bobby Moore, Geoff Hurst und Martin Peters.Am Donnerstag trifft West Ham in der Europa League ausgerechnet auf Rapid. Eine spezielle Situation für den offiziell eingetragenen Verein, der sich jedoch eher als Community für Hammers-Fans in ganz Österreich sieht, denn als Fanklub mit strengen Regeln.
- „Die Auslosung war relativ witzig, weil es die letzte Gruppe war. Man hat schon mit Wahrscheinlichkeiten damit rechnen können. Ferencvaros wäre auch nicht aus der Welt gewesen, aber als Wiener mit Rapid ist es dann das Top-Los geworden”, reflektiert Dusika im Gespräch mit LAOLA1 die Sekunden und Emotionen der Auslosung. Auch wenn man Sympathien für andere Wiener Klubs im Prinzip aus dem Fanklub, für den West Ham immer die Nummer 1 sein wird, raushalten will, “wird es sicher auch einige Rapid-Fans geben”, gibt der Gründer zu und offenbart, dass einer sogar einen gemischten Blog mit dem Namen “Rapid Hammer” betreibt.
- Trotzdem sollte es über die Favoritenrolle in diesem Duell keine zwei Meinungen geben. “Super wäre ein Cupsieg, ein Top-10-Platz in der Premier League und ich würde auch den Sieg in der Europa League nicht ausschließen, wenn sich keiner verletzt”, gibt sich Dusika euphorisch. Die Frage sei eher, wie ernst Rapid von der Truppe von Trainer David Moyes genommen werde. “Ich gehe davon aus, dass sie ähnlich wie gegen Zagreb spielen werden – also 50 Prozent Stamm, 50 Prozent Ergänzungsspieler.” Wobei er betont, dass als Ergänzungsspieler derzeit etwa Andrij Yarmolenko oder 30-Millionen-Neuzugang Nikola Vlasic gelten. “Spieler, von denen sich Rapid wohl wünschen würde, sie von Anfang an zu haben.” back to the roots: Die Idee, von Wien aus einen West-Ham-Fanclub zu betreiben, kam ein paar Fans, die zusammengefunden und sich zusammengeschlossen haben. Die direkteste Connection nach England ist der Besitzer des Stammlokals.”Er ist in England in einer Gegend aufgewachsen, wo man einfach West-Ham-Fan wird, hatte in der Jugend Saisonkarten auf der ehrwürdigen Stadionseite ‘Chicken Run’. Das passt dann auch ideal, dass wir einen West-Ham-Fan als Pubbesitzer haben”, plaudert Dusika aus dem Nähkästchen nach dem Motto “Gesucht und gefunden”.
- Einen Fan-Klub zu gründen, basierte auf der Idee, alles ein bisschen organisierter zu gestalten, den Interessenten einen Anhaltspunkt zu geben, wo sie als West-Ham-Fans Gleichgesinnte treffen und fachsimpeln können. Zudem waren auch Themen wie Stadionbesuche und in England nicht so einfach zu bekommende Tickets ein Grund, um sich besser zu vernetzen. Auch bei Merchandising-Themen wird der Fanclub kontaktiert, wie etwa für Geburtstagsglückwünsche an Spieler. letzten zwei Jahre haben aus bekannten Corona-Gründen keine großen Sprünge zugelassen, zuletzt war eine Delegation beim Auswärtsspiel gegen Dinamo Zagreb dabei, auch in Wien werden einige Fan-Club-Mitglieder im Stadion sein. In London ist das Problem, dass ein Großteil des neuen Olympia-Stadions mit Dauerkarten okkupiert ist – nicht der einzige Grund, warum man dem Boleyn Ground, besser bekannt als Upton Park, nachweint.
- 2016 folgte die Übersiedlung der “Irons” ins London Stadium, das Londoner Olympiastadion von 2012. „Es ist designt für Olympische Spiele, man sitzt weit weg, das Stadion ist für Leichtathletik genauso – das ist leider so. Daneben ist ein Einkaufszentrum, es wirkt alles so steril. Beim alten Stadion waren rundherum stinkende Fischmärkte, ein Pub nach dem anderen und Pie-Ständchen”, wird der Fanklub-Gründer nostalgisch.”Den Flair hat es definitiv verloren. Dem alten Stadion weinen viele nach. Man war nah beim Spielfeld und es waren auch rund 35.000 Fans drin. Rund um die Eröffnung der neuen Heimstätte waren geschätzte 58.000 von 60.000 Plätzen mit Saisonkarten.” Mittlerweile besteht zumindest wieder die Chance, an Karten zu kommen, wenn auch “am Juchhe mit eingeschränkter Sicht”, wie Dusika anmerkt. Am Boleyn Ground war alles besser, so der Tenor.
- Trotzdem ist die Verbundenheit nach England vorhanden. Reicht es nicht zu den inviduell organisierten Fanreisen, trifft man sich im Stammlokal, um dem Lieblingsverein auf die Beine schauen. Mittlerweile geht das ganz gut, noch vor ein paar Jahren stellten Übertragungsrechte durchaus eine Hürde dar, weil West Ham nicht unbedingt zu den Top-Klubs zählte, die jedermann sehen will.Bei den gemeinsamen Fanclub-Aktivitäten schotten sich die “Austrian Irons” aber nicht ab. Wer vorbeischauen will, ist jederzeit willkommen, komplett ungezwungen.
- „Die erste Frage ist immer: Was muss man machen, um dazuzugehören? Uns ist einfach wichtig, dass die Leute wissen, wie man sich benimmt. Das reicht dann auch schon – und eine Sympathie für West Ham sollte man haben.”Doch was macht den Verein so kultig? Warum folgen die Wiener nicht wie Millionen von Menschen Klubs wie Man United, City, Chelsea oder Liverpool? Für die Beteiligten ist diese Frage leicht beantwortet.”Wenn man nach Manchester zu einem Spieltag fährt, findet man kaum Leute, die aus Manchester sind. Wenn du irgendwo in Ost-London unterwegs bist, hast du wirklich die Leute aus der Gegend. Das würde ich sogar ein wenig mit Rapid vergleichen – das ist ein Arbeiterverein, der aus den Docks hochgezogen wurde. Der erste Name war ‘Thames Ironworks Football Club’ – also es war von der Geschichte her eher nicht die Ober-, sondern die Unterschicht. Dementsprechend versprühen die Leute auch die Leidenschaft, das Bodenständige, den Fußball zu leben – da sehe ich Parallelen zu Rapid”, vergleicht der Fanclub-Gründer.
- Besonders in den 80er Jahren gingen die Leute aus der Gegend für einen Hungerlohn arbeiten, nur um sich am Wochenende einen Stehplatz leisten zu können. Wie sich die Zeiten geändert haben, offenbaren die aktuellen Ticketpreise in der Premier League, die in den Himmel gewachsen und für viele unleistbar geworden sind.“
- Wenn man an österreichische Connections zu West Ham denkt, kommt man auch nicht an Marko Arnautovic vorbei. Zwischen 2017 und 2019 schnürte der ÖFB-Teamspieler die Fußballschuhe für die Londoner. West-Ham-Fans, speziell der Fanclub aus Wien, blicken mit gemischten Gefühlen auf diese Personalie zurück. “Er war generell sehr beliebt – auch bei den Engländern und bei uns natürlich auch. Er hat eigentlich super gespielt, vielleicht war es die beste Zeit seiner Karriere”, erinnert sich Dusika, um dann jedoch die Kehrseite der Medaille anzusprechen.”Der Abgang war dann weniger rühmlich – vor allem hat er sich nach dem aufkommenden Gerücht, dass er nach China geht, noch in einem Interview zum Verein bekannt, dass er unbedingt bleiben will und sein Herz für West Ham schlägt – zwei Monate später war er weg. Da war jedem klar, dass er es nicht wegen dem sportlichen Erfolg, sondern dem Geld macht.” Entsprechend gemischte Gefühle kamen daher im vergangenen Frühjahr auf, als ein mögliches Comeback des mittlerweile 32-Jährigen bei den Hammers im Raum stand. “Keiner in der Fan-Szene hätte das gut gefunden”, stellt das “Austrian Irons”-Teammitglied klar, um dann doch zu relativieren. “Er hätte extremen Gegenwind gehabt, aber wenn er in den ersten Spielen sieben Tore geschossen hätte, hätte es auch wieder anders ausgeschaut. Aber im Moment wäre er wohl nur Ersatz.”
- Nun sind andere aktuell die gefeierten Helden. Allen voran der englische Teamspieler Declan Rice, solange er die Hammer auf der Brust trägt, denn er ist heiß begehrt. Oder Michail Antonio, der erst vor zwei, drei Jahren vom Außenverteidiger zum Stürmer umfunktioniert wurde, und mit mittlerweile 54 Toren den West-Ham-Torrekord von Paolo di Canio (51) brechen konnte. Ein cooler Typ, der schon mal seine neue Bestmarke mit einer Pappfigur mit seinem Ebenbild und einem Tänzchen feiert oder diesbezüglich meint: “Nicht schlecht für einen Außenverteidiger, oder?”
- Besonders nah kam der Wiener West-Ham-Fanclub den Spielern bei den Trainingslagern in Österreich. Ob in Tirol, Altach, Bad Radkersburg oder Ritzing – die eigenen Idole kennenzulernen, war für die Fußball-Fanatiker ein spezielles Erlebnis. Dem in diesem Jahr breiter aufgestellten Kader traut man einiges zu.Nicht nur den von vielen erwarteten Pflichtsieg gegen Rapid in der Europa League. Ob im Stadion, vor dem TV oder im Klublokal – die “Austrian Irons” werden mit ihren Hammers mitfiebern, so viel steht fest.
Matchday

The Greens Are Coming
West Ham blog “West Ham Till I Die” takes a look at Thursday’s Europa League game in London. By RapidHammer

On Thursday West Ham will host Rapid Vienna in their first Europa League group stage home game. Their opponents from Austria have qualified nine times within the last twelve years for the UEL group stages and are well known throughout Europe for their passionate support. For me this game will be a very special occasion as I am a lifelong supporter of the “Greens” (or “green-whites” as the club from Vienna is called) and I also have supported the Hammers for many, many years and often been to Upton Park and the London Stadium. Having not been to London for almost two years now, I am looking very much forward to grace the terraces of the London Stadium again, have a pint with friends and revel in the atmosphere of a West Ham game under the lights … and forget about all the bureaucratic obstacles which paved the way to London: take a PCR test in Austria, book a day-2-test in advance, fill in the extensive immigration form, upload all the certificates when checking in and, as a precaution, also print all these papers instead of just storing them on the mobile phone etc, etc.

Back to the football: This is only the second time West Ham and Rapid play each other, the first game having been a friendly in 1955 which ended 1:1 at Upton Park. Though the clubs haven’t met since, their old and more recent history shows some similarities: Rapid Vienna was founded in 1898 as “First Workers’ Football Club of Vienna” when workers of a hat maker formed the club. Like the “Thames Ironworks FC”, Rapid changed its name shortly after their foundation and, also like West Ham, they had different original colours than they have today. The team’s original colours were red and blue, but soon after renaming the club its colours were changed to green and white in 1904. And like West Ham, Rapid have a large and very passionate fan base.
It was back in 1968 when I started supporting Rapid Vienna and, then a young school boy, began to collect newspaper articles related to the club. According to the oldest article of my collection, a then newly signed player said after watching his first home game of Rapid: “That’s an atmosphere I’ve never experienced before!” The astonished man was Tom Soendergaard, a Danish international.
In this year 1968, Rapid Vienna celebrated their 25th domestic league title which meant that they had not only set an Austrian record but became the club that had won most domestic league titles on the continent. However it took them 14 years to bag their 26th championship in 1982. So far Rapid has won the Austrian league 32 times, their last win of the Austrian Bundesliga coming in 2008. Last season and the season before they finished runners-up behind Austrian champions Red Bull Salzburg. But much to the regret of Rapid’s supporters’ the wait for silverware now stretches to more than a decade – they never had to wait that long without winning at least the Austrian Cup. Nevertheless, Rapid is still by far the most popular club in Austria, but having significantly less financial funding than Austrian champions Red Bull Salzburg (owned by billionaire Didi Mateschitz) Rapid cannot keep up pace with Red Bull. On the other hand Rapid are proud of being a “membership association” which doesn’t belong to anybody else, and they try to compensate the lack of financial fund by supporting young and talented players. However, their biggest talent of recent years, Yusuf Demir (18) has already joined FC Barcelona on loan with an option to buy and wears the read and blue kit numer 11 now.
As to mention some of the players you will see in London Stadium, there are three players with experience in English football: Kevin Wimmer (number 6) played briefly for Spurs and later (like Marko Arnautovic) for Stoke, Christoph Knasmüllner (number 8) played for Barnsley and young Thierno Ballo (number 10) is on loan from Chelsea U23. My favourite players of the current team are defenders Leo Greiml (30) and Filip Stojkovic (22), midfielders Marco Grüll (27) and Robert Ljubicic (5) and winger Kelvin Arase (36).
Regardless of the above mentioned long wait for silverware, the atmosphere generated by the Rapid support in their home ground Allianz Stadium or “Weststadion” (because of its location in the western neighborhood Hütteldorf) is still the best in Austria and something special throughout Europe. “The atmosphere was terrific,” then Aston Villa coach Martin O’Neill had to concede in 2009 (when his team was defeated 1-0 in Vienna due to a goal scored by a certain Nikica Jelavic), and an astonished Villa supporter said: “Jesus, their fans are something else”. Aston Villa was twice eliminated in the Europa League play-offs by Rapid in 2009 and 2010, and the Rapid fans mocked them in 2010: “You’re nightmare returns”.
This time, more than a decade later, and six years after the Hammers’ very own Europa League “double nightmare”, when they were knocked out of the Europa League in two consecutive seasons by Romanian club Astra Giurgiu in 2015 and 2016, West Ham most probably will not taste defeat against their Austrian opponents. Rapid Vienna struggle in the domestic league this season, they are only eleventh in the Bundesliga (consisting of twelve clubs) and have an important league game next Sunday. If they would lose on Sunday the “Green-Whites” would occupy the very unfamiliar last place of the table. Therefore not only West Ham manager David Moyes will select a team different from the one that beat Leeds last weekend, but also his opponent Didi Kühbauer could rest some of his players.
Nevertheless, the Rapid fans are looking very much forward to the game in London and I am sure that the away end will be full of enthusiastic supporters that will make themselves heard throughout the entire game. The “Block West” is known as the best and loudest stand in the country and a large crowd usually follows Rapid to away matches. The “Ultras” (founded in 1988) and other fan clubs have developed a unique fan culture in Vienna and it is their ambition to show a new fan choreography in every game.
But in the return leg against the Irons on November 25th the fans will not only show a new choreography. They will also have to show their vaccination certificate to gain entry into the “Weststadion”. To present a negative Covid test is not enough from October 1st: In Vienna only double-jabbed or people who have had Covid-19 will be allowed into the ground (these rules are in force for all events with more than 500 spectators from October 1st to 31st in Vienna, but could be extended into November , dependent on the situation in the intensive care units due to Covid-19).
But returning to the similarities between the two clubs, also regarding the stadium there is a striking coincidence: Rapid have built a new stadium and moved to the new “Weststadion” exactly the same year in which West Ham relocated to the London Stadium (2016). By the way, Rapid played an English team in their opening game in the new stadium and managed to beat Chelsea in this friendly game.
And, like West Ham, Rapid have won a “war championship”: Rapid beat Schalke 04 in 1941 in Berlin to win the German Championship (when Austria was annexed to the German Third Reich until 1945). One year before West Ham beat Blackburn Rovers to win the Football League War Cup in 1940. Furthermore Rapid and West Ham have both reached two European Cup finals. Albeit contrary to West Ham, the Austrians have lost both of them (1985 in Rotterdam against Everton and 1996 in Brussels against Paris Saint Germain). However, also Rapid have won a European Cup, the so-called Mitropa Cup, a predecessor competiton of the European Cups, in 1930.
However, there’s also something very unique about Rapid Vienna: the “Rapid Viertelstunde”. Almost since the club’s beginnings, the supporters of the “Greens” have announced the last fifteen minutes of the game by rhythmic clapping at home or away.
Therefore don’t be surprised or bemused when the Rapid support will start clapping in the 75th minute – no matter what the score. It is part of Rapid’s rich history to have often managed to turn around a seemingly hopeless situation by not giving up and, with the support from the stands, fighting their way to a win in the last quarter of the game, just before the final whistle. The clapping marking the beginning of the “Rapid Viertelstunde” shall spur the players on and remind them to give everything until the final whistle according to Rapid’s motto: “Auf geht’s Rapid, gemeinsam kämpfen und siegen!” (Come on Rapid, fight and win together).
Come on you Irons and you boys in green!

See you in London Stadium!

What A Grande Finale!
Gestern waren wir bei den Symphonikern im Wiener Musikverein, die Antonin Dvoraks Symphonie Nr. 7 in D-Moll als letztes der vier Stücke ihres Konzerts spielten. Die Symphonie endet mit einem überwältigenden Klanggewitter, einem echten „Grande Finale“!

Und ein ebensolches Grande Finale inszenierten auch die Hammers bei ihrem Auswärtssieg gegen Leeds: In der 90. Minute wurde Michail Antonio von Declan Rice nach dessen energievollem Vorstoß angespielt, er manövrierte den Ball gekonnt an Leeds-Verteidiger Shackleton vorbei und ein platzierter Schuss ins rechte untere Eck versetzte das Away End in Ekstase.
West Ham kam damit nach 0:1 – Rückstand und einem zurecht nicht gegebenen Ausgleich durch Soucek schließlich durch Bowen’s abgefälschten Schuss und Antonios späten Siegestreffer doch noch zu einem vollen Erfolg in einem vollen Stadion gegen eine laufstarke Leeds-Elf! Wie ein Marathon habe sich dieses March angefühlt, meinte West Ham’s Antonio nachher.
Back to winning ways auch in der Liga also nach der Niederlage gegen Manchester Utd mit Mark Nobles vergebenem Elfmeter: die “last minute” brachte diesmal wesentlich Erfreulicheres als vor einer Woche. Und der Fußballgott ist außerdem – manchmal – gerecht: Manchester United bekam gestern beim Stand von 0:1 gegen Aston Villa in der letzten Spielminute einen Elfmeter zugesprochen. Rafinha verschoss und Aston Villa nahm alle drei Punkte aus Old Trafford mit!

An article from The Telegraph: www.telegraph.co.uk/health-fitness/body/do-prince-charles-diet-eat-perfect-amount-meat-dairy/

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