Ich hab’s gewusst!

Nachricht an einen Freund von gestern Früh (re: ÖFB Cup, 2. Runde, Admira – Rapid)

„Optimistischer Ansatz für heute Abend: West Ham hat gegen ManUtd zu Hause in der Liga 1:2 verloren, im Ligacup gestern auswärts 1:0 gewonnen – bei Rapid wird es heute genauso eine Revanche für das 1:2 vor eineinhalb Wochen geben!“

Nachricht am nächsten Morgen:

Admira – SK Rapid 1:2 n.V. (0:1, 1:1)

Dabei war die Admira im ÖFB Cup der „Angstgegner“ von Rapid: zuletzt 1985 jubelten nach einer Cup-Partie die Grün-Weißen in der „Südstadt“ vor den Toren Wiens – vor 36 Jahren!

Gestern ging man durch Verteidiger Max Ullmann gegen die von Ex-Rapidler Andi Herzog trainierten Admiraner in der 38. Minute in Führung, kassierte aber nach der Pause das 1:1, als sich Admira-Stürmer Marlon Mustapha gegen den sonst so verlässlichen Leo Greiml stark durchsetzte.

Nach dem 1:1 wachte Rapid aber so richtig auf uns es spielten eigentlich nur mehr eine Mannschaft und der großartige Admira-Keeper Andreas Leitner: was der alles hielt, nötigte ORF-Kommentator Helge Payer, früher selbst Rapid- und Teamkeeper, höchste Hochachtung ab. Und so musste man in die Verlängerung, in der Rapid trotz der vielen Spiele in diesem Herbst den Admiranern kräftemäßig überlegen war.

Trotz mehrerer Chancen brauchte es aber schließlich doch einen Elfmeter, um siegreich vom Platz zu gehen; aber glücklicherweise blieb es bei einem Elfer, der den Rapidlern vor den kommenden schweren Aufgaben gegen Sturm und West Ham zumindest das Elfmeterschießen ersparte: in der 110. Minute, nach einem Foul an Kelvin Arase, verwandelte Marco Grüll den Penalty eiskalt und sicher.

Endgültig „den Sack zumachen“ hätte Rapid-Debütant Thierno Ballo können, die Chelsea-Leihgabe vergab aber in der 120. Minute allein vor Leitner. Durchaus vergleichbar den vielen Chancen, die West Ham am Ende des Ligacup-Matches gegen Manchester Utd nicht verwerten konnte!

Aber egal: ebenso wie die Hammers schafften auch die Hütteldorfer den Sieg und damit die Revanche für die vorangegangene Heimniederlage gegen Manchester Utd respektive Admira!

Das gibt dem grün-weißen Anhang Hoffnung und auch der Trainer sieht das so:

„Der Sieg hilft der Mannschaft, speziell in dieser Situation,“ sagte Didi Kühbauer in einer emotionalen Rede nach dem Spiel. „Wir haben genau gewusst: Wenn wir das Spiel verlieren, wären wir auch draußen aus dem Cup. Dann wäre es für uns alle nicht besser geworden – für den Trainer und die Mannschaft nicht. Deshalb haben wir uns einen guten Gefallen getan, dass wir verdient in die nächste Runde einziehen. Aber das nächste von vielen schweren Spielen steht bevor. Deshalb lassen wir das jetzt so und freuen uns über den Sieg.”

Das nächste Spiel im Allianz Stadion wird übrigens das letzte „3G-Spiel“ sein, wenn am Sonntag der SK Sturm zu Gast ist. Ab 1. Oktober gilt dann in Wien in Stadien und bei anderen Veranstaltungen mit mehr als 500 Zuschauern „2G“: nur mehr Genesene und Geimpfte dürfen dann hinein! Die müssen aber nicht getestet sein – im Gegensatz zu den Anforderungen bei der Einreise nach England; da müssen auch Geimpfte einen negativen Test vorweisen und sich sogar innerhalb von 48 Stunden im Land nochmals testen lassen.

Ganz schön viel Aufwand diese für nächste Woche geplante Reise auf die Insel, aber die Freude darüber, endlich wieder nach London und ins Stadion der Hammers zu kommen, ist groß! Schön wäre es, wenn wir uns vorher noch über zwei Liga-Erfolge der Konkurrenten vom kommenden Donnerstag freuen könnten: West Ham spielt Samstag gegen Leeds (A) und Rapid, wie gesagt, gegen Sturm (H).

Come on you Irons and you boys in green!

September 24, 2021 at 7:24 am Leave a comment

Eco War?

It’s out of question that we have to act to curb global warming and that much more has to be done if we want to avoid that time will be running out. But as protesters jam up the M25 disrupting traffic on the motorway encircling almost all of Greater London, and councillors close locals roads, lower-income workers are asking climate activists to check their privilege. 

Ben Wright and Charlotte Gill cover this topic in The Telegraph and finally come to the somehow ironic conclusion:

“Few things are as quintessentially British as the class system and talking about the weather. It seems we have now contrived a way to combine two of our ruling passions.”

Link: http://digitaleditions.telegraph.co.uk/data/734/reader/reader.html?social#!preferred/0/package/734/pub/734/page/80/article/222414

September 23, 2021 at 4:14 am Leave a comment

WHU win at Old Trafford, now face ManCity

First West Ham win at Manchester Utd since 2007: that win came in the ultimate game of the season when Carlos Tevez scored the winner in West Ham’s “Great Escape”. In a cup competition West Ham haven’t won atOld Trafford since Paolo di Canio scored the only goal in an FA Cup meeting in 2001.
And tonight again a player from Argentina (like Carlos Tevez), Manuel Lanzini, scored the goal that defeated the Red Devils

Die Auslosung der vierten Runde des Ligacups beschert West Ham gleich den Titelverteidiger: Cupholder Manchester City – Gewinner der letzten vier League Cups! – wird Ende Oktober ins London Stadium reisen, um gegen West Ham in der Runde der letzten 16 des Carabao Cups anzutreten.

Warum nicht auch diesen Manchester-Klub biegen? 2006 besiegte West Ham die “Citizens” im FA Cup Viertelfinale auf dem Weg ins Finale gegen Liverpool.

On the weekend West Ham visit Leeds on the Saturday (15:00BST), and next Thursday Rapid Wien will be hosted by the Hammers at London Stadium (20:00BST).

Carlos Tevez 2007 – Manu Lanzini 2021

September 22, 2021 at 9:43 pm Leave a comment

Standing permitted

Die Fußballvereine der englischen Premier League und die Clubs der zweitklassigen Championship dürfen ab dem 1. Jänner 2022 unter bestimmten Voraussetzungen eine begrenzte Anzahl von Stehplätzen im Stadion anbieten.

(ORF.at/Agenturen) Diese Bekanntgabe kam am Mittwoch von der für Sicherheit in Fußballstadien zuständigen Sports Grounds Safety Authority (SGSA). Der Schritt ist Teil eines Pilotprojekts. Um daran teilzunehmen, müssen sich die Clubs bis zum 6. Oktober bewerben.

Voraussetzung ist, dass Zuschauer weiterhin die Möglichkeit haben, sich im Stehplatzbereich zu setzen. Dazu sind Klappsitze erforderlich, die nicht blockiert werden dürfen. Jeder Platz muss einer Person zugewiesen sein. Außerdem dürfe durch die Stehplätze nicht die Sicht anderer, etwa im Rollstuhl sitzender, Fans eingeschränkt werden. Sofern eine Stehplatzlizenz erteilt wird, gilt sie für einen klar festgelegten Bereich und zunächst nur bis zum Saisonende.

Seit Jahren wird in England über eine Wiedereinführung von Stehplätzen diskutiert. Seit mehr als 25 Jahren ist es Fußballstadien in England gesetzlich verboten, Stehplätze anzubieten. Das Verbot geht im Wesentlichen auf die Hillsborough-Katastrophe in Sheffield im Jahr 1989 zurück. Beim FA-Cup-Spiel zwischen Liverpool und Nottingham Forest kam es auf einer überfüllten Tribüne zu einem Massengedränge, in dessen Folge 97 Menschen ums Leben kamen.

September 22, 2021 at 5:41 pm Leave a comment

Doppeltes Elfmeter-Drama bringt zwei Niederlagen

West Ham 1 Manchester United 2 (Tore: Benrahma, 30.; Ronaldo, 35., Lingard, 89.; vergebener Elfmeter: Noble, 95.)

Mark Noble wurde in der “injury time” eingewechselt, als West Ham ein Elfmeter zugesprochen worden war, schnappte sich den Ball – und vergab! (Grafik: BBC) Das letzte Mal, dass Noble verschossen hatte, war übrigens 2016…

RB Salzburg 2 SK Rapid 0 (Tore: Adeyemi – Elfmeter nach Foul von Wimmer an Adeyemi und VAR-Entscheidung in der 79.Minute; Aaronson, 95.)

That’s “football… Bloody hell” (Alex Ferguson) – oder auf gut Deutsch: „Fußball… verdammte Scheiße!“

PS: Hier ist die Begründung, warum Declan Rice den Elfmeter nicht geschossen hat (aus The Telegraph):

Declan Rice had the ball in his hands, but he had missed his last penalty – in fact West Ham had missed four of their previous five – so the penalty duties were handed to the experienced Noble. It was the 95th minute.

And so Noble’s first touch was to drive the ball to David de Gea’s left, but the goalkeeper dived to push it away – the first penalty Noble had missed in five years – and the first that De Gea had saved in that time. He was mobbed at the end by relieved team-mates, joined by manager Ole Gunnar Solskjaer.

In fact, it was seven years – 22 penalties – since De Gea had saved a spot kick in the Premier League and he looked as stunned as Noble.

September 19, 2021 at 6:00 pm Leave a comment

Gegen den Tabellenführer

Wieder einmal eine Parallelaktion: Rapid und West Ham spielen am Sonntag gegen die Tabellenführer ihrer Ligen: WHU zu Hause gegen Manchester United, Rapid auswärts gegen RB Salzburg.

Manchester Utd weist nach vier Spielen der Premier League drei Siege und ein Unentschieden bei einer Tordifferenz von +8 (11:3) auf, West Ham ist allerdings mit zwei Siegen und zwei Remis (Torverhältnis 10:5) auch noch unbesiegt.

Der SK Rapid muss in Salzburg gegen RBS antreten, das in der Bundesliga überhaupt noch keinen Punkt abgegeben hat – ganz im Gegensatz zu Rapid, die heuer nicht gut in die Bundesliga gestartet sind: 2 Siege, 2 Unentschieden und schon 3 Niederlagen stehen nach 7 Runden zu Buche. Und während die Hammers in Zagreb mit 2:0 in die Europa League gestartet sind, hat Rapid von Genk in der letzten Minute einen „Nackenschlag“ oder „einen in die Fresse“, wie Trainer Didi Kühbauer sagte, bekommen.

Für Rapid wird es also ungleich schwerer, der letzte Sieg gegen Salzburg in der Saison 2018/19 (ein 2:0 im Allianz Stadion am 24. Februar 2019) liegt schon eine gefühlte Ewigkeit zurück (seither gab es in Liga und ÖFB Cup insgesamt 11 Spiele und für Rapid daraus einen Punkt). Der letzte Auswärtssieg für Rapid in Salzburg datiert überhaupt schon von 2015.

West Ham hat in der Saison 2019/20 das Hinspiel gegen ManUtd gewonnen (wie bei Rapid gegen Salzburg in der vorherigen Saison war das ebenfalls ein 2:0-Heimsieg) und in der selben Saison auswärts ein 1:1 erreicht. In der letzten Spielzeit gab es aber für die Hammers gegen die Red Devils nix zu holen: 1:3, 0:1 n.V. im FA Cup und nochmals 0:1 in der Liga waren die Resultate.

Nun ist Cristiano Ronaldo zurück in Manchester und die Red Devils lachten letztes Wochenende nach zwei Ronaldo-Toren prompt von der Tabellenspitze. In der Champions League traf Ronaldo dagegen eine Ordnerin und nur einmal ins Tor und es gab eine überraschende Auswärtsniederlage (1:2 gegen Young Boys Bern).

Mal sehen, was der Sonntag bringt! Hammers-Manager David Moyes wirkt jedenfalls um einiges optimistischer als Rapids Didi Kühbauer. Als ein Reporter zu Moyes meinte: “Never a good time to play Manchester United, I imagine?” antwortete der:

“I don’t know if it’s a good to time to play West Ham either.”

Und das sagte Didi Kühbauer zum Salzburg-Match: „Es ist eine schwierige Aufgabe für uns, aber trotzdem wollen wir die erste Mannschaft sein, die dort punktet. Dass man dazu eine sehr gute Leistung braucht, ist auch keine Frage. Es spricht Vieles gegen uns, das ist auch logisch. Wenn gegen Genk kurz vor Schluss die Niederlage besiegelt wird und jetzt die beste Mannschaft Österreichs kommt, werden viele meinen, dass das eine klare Angelegenheit ist. Wir wissen ganz genau: Nur eine Top-Leistung kann zu Punkten führen!”

September 19, 2021 at 12:06 pm Leave a comment

David Moyes‘s Claret and Blue Army

West Ham host Manchester Utd on Sunday, 2 p.m.

September 18, 2021 at 9:33 pm Leave a comment

The Power of Worship

Unser worship special guest von Hillsong, der von Fr-So im ICF Wien ist, wurde zur Begrüßung in Wien gleich mit Rapid bekannt gemacht!

ICF Wien, Lerchenfelder Straße 35, 1070 Wien

September 17, 2021 at 7:51 am Leave a comment

2:0-Auswärtssieg und Last-Minute-0:1

Drei „Glücksmomente” gab es am Donnerstag zwischen 18:45 und 20:30 Uhr im Weststadion für den RapidHammer als Anhänger von WHU und dem Sportklub Rapid: zwei davon allerdings nur via “Handy-Toralarm”, als dieser die beiden Goals von Michail Antonio und Declan Rice aus Zagreb meldete. Der dritte Jubel-Moment war meine erste „Live-VAR-Zelebration“, als Genks vermeintlich erstes Tor gegen Rapid wegen Abseits annulliert wurde.

VAR Check: no goal

Leider aber ging das Spiel für eine beherzt kämpfende, aber zu wenig präzise und absolut ohne Torgefährlichkeit agierende Rapid-Elf mit einem finalen KO zu Ende. Zunächst hatten die Grün-Weißen in Minute 89 eine 3:2-Überzahlsituation vor dem Tor der Belgier, aus der sie – wie aus anderen Chancen auch – nichts machten. Und im Gegenstoß, in der letzten Minute der regulären Spielzeit, erzielte der bis dahin recht hölzern agierende, bei Rapids Verteidigern gut aufgehobene 2,01 m-Mann Oneachu doch noch sein Tor!

Rapid 0 Genk 1.

Nur Freund Wim aus Belgien und der Auswärtssektor hatten am Ende etwas zu feiern, während mein neuer grün-weißer Freund Robert und ich den Abend mit einem „Trost-Bierchen“ im “Wirtshaus Peschta in Hütteldorf zu retten versuchten. Dabei führten wir gute Gesprächen über unseren Glauben – an Jesus, nicht an Rapid! – und schlussendlich war es ja doch nur ein – durchaus spannendes – Fußballspiel, von dem mein Glück und Seelenheil nicht abhängen.

West Ham dagegen durfte sich über einen klaren 2:0-Auswärtssieg gegen Dinamo Zagreb freuen, bei dem Michail Antonio und Declan Rice Fehler der Kroaten eiskalt bestraften, und empfängt nun in zwei Wochen den SK Rapid – und auch uns, die wir nach London reisen werden – als Tabellenführer der Europa League Gruppe H im London Stadium.

Michail Antonio und Declan Rice (oben) schossen West Hams Tore in Zagreb; im Wiener Allianz Stadion (unten) traf leider nur der KRC Genk

September 16, 2021 at 10:16 pm Leave a comment

Elf gegen elf

Peter Linden schreibt in seinem lesenswerten Blog über die nun kommenden „18 härtesten Tage für Rapid“. In den 18 Tagen vom heutigen Donnerstag bis zum 3. Oktober – dann gibt es die nächste Länderspielpause – kommt Heftiges auf die Hütteldorfer zu: die bisher stärksten Gegner in dieser Saison.

Zum Auftakt der Europa League-Gruppenphase empfängt man im Allianz Stadion den starken belgischen Cupsieger KRC Genk (RapidHammer & friends sind natürlich live dabei!), Sonntag dann fährt man zum bisher mit dem Punktemaximum ausgestatteten Ligakrösus Red Bull Salzburg.

Gegen die Admira im folgenden Cup-Schlager auswärts in der Südstadt in einer Woche müssen die Rapidler es besser machen als in der Meisterschaft, in der sie zu Hause von Andi Herzogs Team zuletzt besiegt wurden. Drei Tage später gastiert der Zweite in der Bundesliga, Sturm Graz, bei Grün-Weiß und dann – in zwei Wochen – fahren wir zum Auswärtsspiel am 30. September in das von Peter Linden noch „Olympic Stadium“ genannte „London Stadium“ von West Ham, „in dem Rapid normal null Chance hat“ (Linden). Wir haben den Flug schon gebucht und die Match Tickets gesichert!

Zum Abschluss vor der „international break“ gibt es dann, quasi zur Erholung (?), das Heimspiel gegen WSG Tirol, die in der Luga bisher noch sieglos sind.

„Man muss kein Schwarzmaler sein“, meint Linden, „wenn man es nach dem bisherigen Saisonverlauf nicht für ausgeschlossen hält, dass Rapid Anfang Oktober nicht mehr unter den ersten sechs der Bundesliga rangiert“. Und dann würde Rapid-Trainer Didi Kühbauer wirklich verstärkt unter Beschuss kommen – erste kritische Stimmen gegen ihn gibt es in den Medien und Foren schon.

„Wichtig ist, dass wir intern die Nerven behalten, dann werden wir die Kurve schon kriegen“, meint Didi. Das wünsche ich ihm, und für Rapid gilt es nun zu überraschen.

Wie sagte man in früheren Zeiten bei Rapid vor Spielen gegen scheinbar übermächtige Gegner: „Die sind elf und wir san elf“, wird Trainer Pepi Uridil zitiert, der das vor dem 6:1-Sieg gegen den FC Arsenal (Mai 1953) sagte.

Auch in Zeiten wie diesen, in denen eher Transferwerte von Mannschaften verglichen werden als das Können und die Formkurve der Teams, bleibt es dabei, dass im Fußball immer noch 11 gegen 11 spielen.

Auf geht’s Rapid!

September 16, 2021 at 3:49 pm Leave a comment

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