Das war Aston Villa

Dreimal Aston Villa im August: West Ham verlor, Rapid triumphierte

Mein SK Rapid steht nach einem sensationellen 3:2-Auswärtserfolg über Aston Villa zum zweiten Mal hinter einander in der Gruppenphase der Europa League. Und nun soll zu den Hütteldorfern noch ein Stürmer kommen, der bis vor kurzem bei Hull City und davor bei Celtic Glasgow gespielt hat. Er soll  den zu den Glasgow Rangers transferierten, dort aber für die Champions League aufgrund seiner Einsätze für Rapid nun nicht spielberechtigten Sturmtank Nikica Jelavic ersetzen: Jan Vennegoor of Hesselink.

Da weht dann ein Hauch von Inselfußball und Premier League durch das Wiener Hanappi Stadion! … und natürlich das Ernst-Happel-Oval, denn die drei Euopa League-Heimspiele wird Rapid wieder im großen Wiener Stadion im Prater austragen, wie im Vorjahr, als im ersten Spiel der HSV sensationell mit 3:0 nach Hause geschickt wurde! Herr Jelavic, da könnten Sie ja auch einmal vorbeischauen!

Oben nochmals zum Nachempfinden der Glücksgefühle beim 2:2 und 3:2 im Villa Park – Tore, die nach dem 1:1 in Wien den neuerlichen Aufstieg gegen Aston Villa bedeuteten – ein Video mit den Highlights. Motto: “Your nightmare returns!”

Und ein Video über die Rapid-Fans und die “Rapid Viertelstunde” im Villa Park sieht man -> hier !

August 29, 2010 at 4:34 pm 1 comment

SK Rapid – SV Mattersburg 2:0

Gerhard Hanappi, "South Stand Lower Tier"

Adte Nuhiu gegen Aston Villa oder West Ham? Nein, es war nur Mattersbur in UMBRO!

Adte Nuhiu gegen Aston Villa oder West Ham? Nein, es war nur Mattersburg in neuen UMBRO-Dressen!

Die Mannschaft sagt "Danke" nach dem 2-0 gegen Mattersburg

… und am selben Tag verlor Europa League-Gegner Aston Villa gegen Premier League-Aufsteiger Newcastle 0:6.
Das wird noch spannend am Donnerstag beim “second leg” !

August 22, 2010 at 11:10 pm Leave a comment

Rapid v Aston Villa 1-1

August 21, 2010 at 5:35 am Leave a comment

RECHT SPORTlich 2

Holzer, Berger, Schütz, Hattenberger, Haumer (v.l.)

Holzer, Berger, Schütz, Hattenberger, Haumer im EM Stadion in Klagenfurt (v.l.)

Freitag, den 30. Juli, fand in Klagenfurt zum zweiten Mal die Tagung “RECHT SPORTlich – aktuelle Rechtsfragen des Sports” statt.

Über 50 Teilnehmer hörten im Sportpark Wörthersee Stadion Vorträge von Univ.-Prof. Wolfgang Holzer und Rechtsanwalt René Haumer zu zivilrechtlichen und strafrechtlichen Fragen von Sportverletzungen sowie von Univ.-Ass. Julia Schürz zum Thema “Minderjährige in Sportvereinen”. Mag. Pia Haschke, Fachexpertin des österreichischen Sportministeriums für internationale Doping-Angelegenheiten, setzte sich schließlich mit “Markenrecht und Sport”, einem nicht erst seit dem Auftritt der “Bear Babes” bei der WM in Südafrika interessanten Thema, auseinander.
Das große Interesse und die anregenden Diskussionen zeigten, dass die von der Universität Klagenfurt (Ass.-Prof.  Dr. Doris Hattenberger, Institut für Rechtswissenschaft) und Dr. Wolfgang Berger von der Rechtsanwaltskanzlei HASLINGER / NAGELE & PARTNER organisierte Veranstaltung auch heuer wieder den Nerv des an Recht und Sport interessierten Publikums getroffen hat.

Die im Vorjahr bei RECHT SPORTlich 1 gehaltenen Vorträge wurden mittlerweile im Verlag MANZ veröffentlicht.

August 10, 2010 at 12:15 pm Leave a comment

East German Hammers

East German Hammers (zum Vergrößern Bilder anklicken!)

Anfang Juni war ich wieder in London. Spielfreie Zeit, live-fußballmäßig “tote Hose” so knapp vor der WM, aber natürlich waren schon alle englischen Medien voll von optimistischen Kommentaren im Hinblick auf die WM in Südafrika. Um ein paar Pfund konnte man sich eine DVD vom ersten WM-Titel ’66 kaufen, dem bald ein zweiter Stern auf dem Trikot nachfolgen sollte. In besseren Händen als in jenen von Fabio Capello habe sich das englische Nationalteam nie befunden, las ich da. Mittlerweile wissen wir’s besser, und dass man schon vor dem World Cup die Kündigungsklausel aus Capellos Vertrag strich, finden jetzt auch nicht mehr alle so gut.

Während ich in London war, bewegte sich was bei den Hammers: Avram Grant, der neue Manager, bekam die Arbeitsbewilligung und auf dem Transfermarkt schlug man erstmals zu. Thomas Hitzlsperger, schon seinerzeit bei Aston Villa “The Hammer” genannt, konnte verpflichtet werden. Nach seiner “Seuchen-Saison” bei Lazio Rom, die ihn auch das WM-Ticket mit der deutschen Nationalmannschaft gekostet hatte, hofft er bei den Hammers wieder an seine Erfolge anschließen zu können.

Auf meinem Twitter-Account äußerte ich mich natürlich darüber, meinte sogar, ich hätte eben selber nach London kommen müssen, damit was weitergeht bei West Ham.

Aber für einen aktuellen Blogpost reichte die Zeit nicht. Und als ich dann zurück in Wien war, war der “Newswert” der beiden Neuigkeiten längst gesunken wie seinerzeit die Immobilienaktien. Die WM stand vor der Tür, die Arbeit lag auf dem Schreibtisch und die englischen Magazine lagen zu Hause, wo ich einfach nicht und nicht dazukam, jene Analyse über England-London-Nationalteam-West Ham etc. etc. zu schreiben, die man nur vor der WM hätte schreiben können.

Und plötzlich, knapp vor dem WM-Start, lag folgendes eMail in meinem Posteingang:

Hallo rapidhammer,

ich lese deine Seite schon ein paar Jahre. Sehr informativ und gut gemacht! Ich bin von den east german hammers, einem lockeren Haufen von West Ham Fans aus dem Osten Deutschlands. Unser Heimatverein ist Erzgebirge Aue (gerade wieder in die 2. Liga aufgestiegen, gekreuzte Bergbau-Hämmer im Logo).
Wir sind jährlich einmal im Boleyn zugange seit 2003. Ok, soviel dazu.

Was mich gewundert hat, dass dir die erste Verpflichtung eines Deutschen bei West Ham überhaupt keine Notiz wert war! Wieso das? Ich jedenfalls finde die Verpflichtung von Thomas Hitzlsperger einen Prima Neueinkauf, Thomas “The Hammer” im wahrsten Sinne des Wortes.

Ok, bis neulich dann mal und ne schöne WM!

Up the Hammerrsssss ;-). Come on England!

Thomas

Tja, so ist das mit den Lesern! Man freut sich, dass der RAPIDHAMMER gelesen wird, aber man hat doch auch Erwartungen zu erfüllen!

Zur Wiedergutmachung gibt’s jetzt ein Foto von den East German Hammers in meinem Blog. Herzliche Grüße nach Aue! Up the Hammerrssssss !!!

July 14, 2010 at 4:21 pm Leave a comment

Just in time

Friday, 20:30 Uruguay vs Ghana

July 1, 2010 at 9:17 pm Leave a comment

Drunter sind wir England (We’re England Underneath)

Hymne für die englische Nationalmannschaft

paul fraserEin offizielles England-Lied für die Fußball-WM, die am 11. Juni mit dem Spiel Südafrika – Mexiko beginnt, hat die FA diesmal nicht.

Nun sorgt eine Initiative des englischen Tenors Thomas Spencer-Wortley dafür, dass es doch einen World Cup Song gibt! Spencer-Wortley (Bild rechts), der beim Championship-Klub Derby County als offizieller Klub-Tenor vor den Heimspielen singt, lud statt der englischen Teamspieler je einen Fan jedes Klubs der Premiership, der Championship und der League 1 und 2 – unter ihnen Englands Rekordinternationalen Peter Shilton – ein,  um gemeinsam “We’re England underneath” einzuspielen.

englandunderneath90 Fans von 90 verschiedenen Klubs, die alle in ihren Vereins-Shirts am 31. März Seite an Seite in den Abbey Road-Studios in London standen, bekundeten:

“Don’t matter what shirt you wear, we’re England underneath.”

Der Song kommt am 24. April auf den Markt. Auf der Homepage von “We’re England Underneath” kann man ihn schon probehören (siehe auch Link ganz unten!) und auch noch mehr darüber erfahren, wie zum Beispiel dass mit der Fußball-Charity “kick4life” zusammengearbeitet wird.

Eine begrüßenswerte Initiative, denn was wäre ein WM-Turnier ohne Hymne!!!

Internet-Link:
-> “We’re England Underneath” zum ersten Mal im Radio (-> Aleena Naylor’s Morning Show/BBC Derby 9.4.2010; beginnt bei ca. 1:17).

April 15, 2010 at 10:31 pm Leave a comment

Arsenal Away: Der Matchbericht

Vorletztes Wochenende waren Johannes und ich in London bei Arsenal v West Ham im Emirates. Hier mein Matchbericht

LONDON 10 208

Am Stehplatz im Emirates 

Gut zwanzig Jahre ist es her, seit der Taylor-Report die Schließung der Stehplatztribünen in den englischen Stadien empfahl und den Startschuss für die Umgestaltung der alten Grounds in moderne sichere Stadien gab. Ein Neubau wie das vor drei Jahren eröffnete „Emirates“ des Arsenal FC bietet feine Architektur und Platz für mehr als 60.000 Zuschauer auf weichen Klappsitzen, die es in puncto Bequemlichkeit mit den Kinostühlen im Megaplex aufnehmen könnten.

Und bekanntlich gilt in England: „During the game please remain seated at all times.“

Aber an diesem Nachmittag im März ist das anders: mit einem Ticket für die „away section“ ausgestattet, sind wir Teil des 3000 Leute starken Ostlondoner West Ham-Blocks, der zwei Sektoren im Unterrang des Emirates hinter dem Tor und in der Kurve einnimmt. Dort bleiben während des gesamten Spiels die roten Sitze hochgeklappt und auch sonst unterscheidet sich die Stimmung hier vom Rest des eleganten Stadions.

Im Bauch des Stadions

LONDON 10 222

Bis kurz vor Spielbeginn ist die Tribüne fast leer, weil das Mitnehmen der Bierbecher nicht erlaubt ist. Flüssiges gibt es nur im düsteren und schmucklosen Betonbauch  des „away ends“. Und während es draußen vor Anpfiff noch still ist wie in einer Bibliothek, ist in dieser Gruft schon der mächtige Widerhall von „We all follow the West Ham“ und „Bubbles“ zu hören.

Unterdessen hat Arsenal-Manager Arsène Wenger in einem Statement über die beiden Video-Walls die Aufstellung seines Teams bekannt gegeben und mit einem gut geschnittenen Videoclip voller Arsenal-Tore werden die Zuschauer im roten Rund mit dem eleganten wellenförmigen Abschluss des Oberranges auf das eingestimmt, was da kommen soll. Und es kommt leider allzu bald: das 1:0 für Arsenal nämlich. Die nach Frank Sinatra klingende Arsenal-Hymne, die die West Ham-Supporter mit einem trotzigen „I‘m forever blowing bubbles“ kommentiert haben, ist noch nicht lange verklungen, schon hat Arsenals Denilson nach Doppelpass mit Bendtner auf 1:0 gestellt (5.).

LONDON 10 228

Trotzige “Bubbles”, stille “Library”

Die West Ham-Anhänger antworten auf den Rückstand mit einem noch trotziger klingenden “Bubbles” und unterstützen das Auswärtsteam unverdrossen weiter. Dabei kommen die Cockneys ohne Vorsänger aus und stellen die Arsenal-Fans, die nur unmittelbar nach dem Tor so richtig laut werden, stimmlich die meiste Zeit in den Schatten. Mit einem spöttischen „Shall we sing a song for you?“ werden diese provoziert und als dann der Arsenal-Support kontert, heißt es aus dem West Ham-Sektor in Anspielung auf das alte Arsenal Stadion Highbury: „Hush… it‘s still the Library“.

Bedroht Arsenal – erstmals nach dessen Verletzungspause wieder mit Cesc Fabregas – das Gehäuse von West Ham-Keeper Robert Green mit Freistößen oder Cornern, so versucht man der Hammers-Abwehrreihe mit „Bubbles“ den Rücken zu stärken. Als Robert Green einen gefährlichen Schuss hält, wird er sogleich als „England‘s number one“ besungen und auch die Gegner bekommen ein Liedchen: die gelbe Karte für Sol Campbell wird mit „He‘s going home in a minute“ kommentiert.

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Fortune’s always hiding …

Und tatsächlich gibt’s zum Ende der ersten Halbzeit eine rote Karte: Arsenal-Verteidiger Vermaelen, der als letzter Mann West Ham-Angreifer Franco im Strafraum zu Fall bringt, wird von Schiri Atkinson ausgeschlossen. Aber für West Ham, diese Saison permanent im Kampf gegen den Abstieg, heißt es wieder einmal „Fortune‘s always hiding“: Alessandro Diamantis Strafstoß wird von Arsenal-Keeper Almunia gehalten, was die Stimmung auf den Rängen hochkochen lässt. Doch nachdem die Bobbies einen allzu rabiaten Cockney abgeführt haben und der Pausenpfiff ertönt ist, beruhigt sich die Situation schnell wieder.

In der Pause werden die besten Szenen aus Hälfte 1 auf den Video-Walls wiederholt, wo sonst während des ganzen Spiels praktischerweise die Aufstellungen beider Mannschaften eingeblendet sind.

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Zweite Halbzeit

Die besten Szenen für West Ham sieht man aber nun nach der Pause, als die Hammers gegen 10-Mann-Arsenal auf den Ausgleich drängen. „Go West Ham, play your way“ wird das in Blau spielende Auswärtsteam aus dem „away end“ angefeuert. Als Franco, dessen letzte Aktion leider nur ein Abseitstor ist, aus- und West Hams bester Stürmer Carlton Cole endlich eingewechselt wird, begrüßt man ihn mit einem aufmunternden „You‘ve got the power to go, believe it“ und das „Come on you Irons“ hallt noch einmal kraftvoll durchs Stadion.

Da den Hammers aber nichts Zählbares gelingen will – ein Schuss von Cole geht immerhin an die Außenstange -, Arsenal die Partie wieder besser in den Griff bekommt und bei schnellen Gegenstößen stets Gefahr im West Ham-Strafraum verbreitet, werden die Heimfans immer lauter. Der bis zum Beginn der letzten Viertelstunde stimmgewaltige West Ham-Anhang beginnt dagegen, den bis dahin aufrechten Dauer-Support einzustellen und nach einer Fehlpassorgie der Hammers macht sich schön langsam Depression im „away end“ breit. Aber auch jetzt pfeift keiner (wie bei den Heimspielen in vergleichbaren Situationen) und niemand klappt den Sitz nach unten. Im Stehen sehen wir  also Arsenals 2:0 aus einem Elfer, und nun hört man endlich auch von den Arsenal-Fans ein paar  schöne Choräle.

Die davon unbeeindruckten West Ham-Anhänger kontern wieder einmal mit „60.000 muppets“ und nachdem man schließlich noch einige verbale, von unschönen Handbewegungen begleitete Freundlichkeiten ausgetauscht hat, pfeift der Schiedsrichter das am Ende im strömenden Regen gespielte Londoner Derby schließlich ab.

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“That’s only West Ham, mate”

Ordner und Bobbies achten darauf, dass niemand zu lange auf den Rängen bleibt und recht gesittet geht es nun zur Tube-Station Arsenal. Während Arsenal zumindest über Nacht die Tabellenspitze ziert, muss sich der West Ham-Anhang wie gewohnt in Galgenhumor üben:

Dass unser Flieger nach Wien überbucht ist und wir unfreiwillig eine weitere Nacht in London verbringen müssen, kommentiert ein Cockney wie folgt: “It‘s only West Ham, mate. Any other team and you‘d be half way home. Trust me.“

Arsenal – West Ham 2:0 (1:0)
Arsenal: Almunia, Eboue, Campbell, Vermaelen, Clichy, Nasri (Sagna 74), Denilson, Song, Fabregas, Arshavin (Eduardo 83), Bendtner (Diaby 57)
Subs: Fabianski, Silvestre, Rosicky, Walcott
West Ham United: Green, Spector, Tomkins, Upson, Daprela, Diamanti, Behrami, Kovac (Noble 70), Stanislas, Franco (Cole 57), Mido (McCarthy 74)
Subs: Stech, Spence, Ilunga, Ilan
Tore: 1:0 Denilson (4.) 2:0 Fabregas (81.)
Gelbe Karten: Campbell / Kovac, Diamanti, Upson, Daprela
Rote Karte: Vermaelen (43. Notbremse)
Ref: Atkinson
Att: 60,077

Read more: http://rapidhammer.footballunited.com/#ixzz0jYpnrD6M
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March 29, 2010 at 11:41 am 1 comment

Rapid: Das neue Lied

Zum Saisonauftakt ins “Frühjahr” war’s leider das alte Lied: wie im Vorjahr verlor Rapid sein erstes Spiel nach der Winterpause, diesmal deutlich mit 2:4 gegen den LASK in Linz.

Nach einem weiteren Auswärtsspiel gegen Wr. Neustadt geht’s dann in zwei Wochen endlich wieder im St. Hanappi Stadion los!

Und da sollte dann auch möglichst oft das neue Lied erklingen, um Gegner Red Bull Salzburg wieder vom (dann möglichen) ersten Tabellenrang zu holen. Es gibt nämlich eine neue Torhymne beim SK Rapid, das von Roman Gregory komponierte Rapid-Lied “Wir sind Rapid”.

Hier zum Vergleich:

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und NEU:

February 13, 2010 at 12:29 pm 1 comment

Rapid-Kontrastprogramm

Während in England “Schneechaos” herrscht, dem die beiden Ligacup-Semifinali Blackburn v Aston Villa und Manchester City v ManUtd zum Opfer fielen, haben wir in Österreich Fußball-Winterpause. Dennoch verirrte sich der Fußball am Dienstag sogar zu Ingrid Thurnher in die ORF-Nachrichtensendung ZiB 2.
93 Rapid-Anhänger sollen von der StA Wien u.a. wegen “Landfriedensbruch” (§ 274 StGB) angeklagt werden. Sie sind – gemeinsam mit etwa doppelt so vielen weiteren Grünen – nach einer verlorenen Partie gegen den SV Mattersburg im Mai 2009 auf den Wiener Westbahnhof gefahren, um die von einem Auswärtsspiel in Linz heimkehrenden Fans der Austria “abzuholen”. Dort trafen sie allerdings auf Polizisten, die die “Begrüßungszeremonie” verhindern wollten, dafür aber selbst angegriffen worden seien (siehe Bericht sportnet).
Sechs Polizisten sind damals verletzt worden, vier Fußballfans wurden noch an Ort und Stelle festgenommen. Identifiziert wurden 93 Verdächtige mit Hilfe von in der Bahnhofshalle installierten Überwachungskameras.
Ein ziemlicher Kontrast zu dem beeindruckenden Auftreten der Rapid-Fans anlässlich der Auswärtsspiele in der EUROPA LEAGUE im Herbst 2009. Im letzten RAPID-Magazin (12/2009) schrieb dazu Stefan Singer:

“Unvergesslich bleiben die Auftritte in Birmingham, Glasgow und Hamburg, wo große Fußballnationen staunend zur Kenntnis nehmen mussten, welche Fankultur ein im internationalen Vergleich kleiner Verein wie der SK Rapid hervorzubringen vermag. Ohne nennenswerte Zwischenfälle wurde dort die Mannschaft in einer Art und Weise unterstützt, wie man sie in Europa nur ganz selten findet. Ausnahmslosalle internationalen Stimmen, sei es in Medien oder in einschlägigen Diskussionsforen, lobten die Begeisterungsfähigkeit und Stimmgewalt sowie das ordentliche Auftreten der Rapid-Anhänger.
Dies sei auch all jenen ins Stammbuch geschrieben, die immer wieder versuchen, Fußballfans generell zu drangsalieren und zu kriminalisieren (zB Pyrotechnikgesetz): Die Fans des SK Rapid waren wahrscheinlich die in der europäischen Fußballszene am positivsten wahrgenommenen Österreicher der vergangenen Jahre!”

Bleibt zu wünschen, dass die Rapidler weiterhin positiv auf sich aufmerksam machen. Und dass der möglicherweise bevorstehende Prozess (denn noch ist formell nicht Anklage erhoben worden!) nur einzelne “schwarze Schafe” betrifft, nicht aber insgesamt ein gewalttätiges Bild von den Rapid-Fans zeichnet, das so sicher nicht stimmt!

January 6, 2010 at 12:09 am Leave a comment

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