„Wödmasta“

„Bei Happel roch man den Rasen und sah den Fußballer im Trainer. Happel war einer, der einzigartige Qualitäten auch als Coach sehen ließ.“

Auf dem Buchumschlag der Ernst Happel-Biografie von Klaus Dermutz (2. Auflage, 2013), die ich gerade lese, wird der große Johan Cruyff mit der obigen Aussage zitiert.

König Johan spielte zwar noch bei der WM-Qualifikation für 1978 unter Ernst Happel, beendete aber im Oktober 1977 seine Teamkarriere und war bei der WM-Endrunde in Argentinien, bei der Ernst Happel, der Wiener „Wödmasta“, die Holländer coachte, nicht mehr dabei. Happel war es nicht gelungen, ihn zu überreden, seinen Nationalteam-Rücktritt rückgängig zu machen.

Wer weiß: mit Cruyff wäre der begnadete Trainer Happel vielleicht wirklich Weltmeister geworden – so bleibt es bei der Vizeweltmeisterschaft als Trainer 1978 und dem 3. Platz als Spieler für Österreich 1954 in der Schweiz.

Als Vereinsspieler und Trainer stand „Aschyl“, wie der Ernstl auch genannt wurde, aber wirklich ganz oben: mit Rapid wurde er als Spieler sechs Mal österreichischer Meister (1946-1957) sowie Cupsieger (1946) und Zentropacupsieger (1951 – Siegestor: Ernst Happel). Als Klubtrainer gewann der frühere Spaßvogel, den man nun mit dem Spitznamen „Grantler“ belegte, sechzehn Titel mit sechs verschiedenen Klubs, darunter zweimal den Europacup der Landesmeister: 1970 mit Feyenoord Rotterdam und 1983 mit dem Hamburger SV und einen Weltpokal mit Feyenoord 1970. Kein anderer Trainer der Welt hat so viele bedeutsame Titel in so vielen verschiedenen Ländern gewonnen. Das hat Happel den Ruf eingebracht, ein Guru zu sein, einer der großartigsten Trainer überhaupt.

Im heurigen Jahr wird sich Ernst Happels Todestag (14. November 1992) zum 30. Mal jähren. Geboren wurde er am 29. November 1925 in Wien, ist nach der Scheidung seiner Mutter vom Stiefvater – seinen leiblichen Vater hat er nie gesehen – bei der Großmutter aufgewachsen, einer Standlerin am Meiselmarkt, die in der Huglgasse im 15. Bezirk wohnte. Vom 15. Bezirk, wo der S.C. Rapid vor dem Bau der „Pfarrwiese“ ursprünglich spielte, ist es nicht weit nach Hütteldorf. 1938 kommt der 12 Jahre alte Ernst zu einem Probetraining bei Rapid und wird vom damaligen Jugendtrainer Ernst Nitsch gemeinsam mit den Körner-Brüdern Alfred und Robert als Nachwuchsspieler aufgenommen.

Mit Körner I und Körner II spielt Happel dann in der erfolgreichen Rapid-Mannschaft der Vierziger- und Fünfzigerjahre und im österreichischen Nationalteam bei der WM in der Schweiz 1954. Beim Spiel um den dritten Platz, das Österreich gegen Uruguay 3:1 gewann, fehlten allerdings sowohl Alfred Körner II als auch Happel, auf die Teamchef Walter Nausch nach der Halbfinal-Niederlage gegen Deutschland (1:6) verzichtet hatte. Happel hatte damals den deutschen Teamspielern bei ihren einstudierten Standardsituationen nichts entgegenzusetzen, sodass man ihm und dem Tormann Walter Zeman nach dem Spiel aus Enttäuschung über diese Niederlage sogar vorwarf, von den Deutschen bestochen worden zu sein. Happel und Zeman waren über die Bestechungsvorwürfe so erbost, dass sie bei der Heimfahrt bereits vor dem feierlichen Empfang der Weltmeisterschafts-Dritten in Wien ausstiegen und über drei Jahre lang nicht mehr für die österreichische Nationalmannschaft spielten.

Ein Sieg über Deutschland gelang Österreich erst wieder bei der WM 1978 in Córdoba durch zwei Tore von Hans Krankl beim legendären 3:2-Erfolg über die BRD in der Zwischenrunde, die Happels Holland (das Österreich 5:1 deklassiert hatte) gewann und sich für das WM-Finale gegen Gastgeber Argentinien (1:3 n.V.) qualifizierte.

Auf Happels Engagement als Nationaltrainer der Niederlande folgte unter anderem die Station beim HSV (1981 – 1987) mit dem Sieg im Europacup der Landesmeister 1983, und anschließend die Rückkehr nach Österreich zum FC Tirol (1987 -1991; Meister 1989).

Didi Constantini und Ernst Happel (1992)

1992, schon von seiner Lungenkrebserkrankung gezeichnet, übernahm Ernst Happel – der bereits 1982 vor der WM in Spanien diesen Posten von Karl Stotz hätte übernehmen sollen, was aber damals an seiner gleichzeitigen Verpflichtung als HSV-Trainer scheiterte – das österreichische Nationalteam, das er bei neun Länderspielen gemeinsam mit Co-Trainer Didi Constantini coachte. Nach einem 5:2-Sieg über Israel verstarb der legendäre Trainer vier Tage vor dem Spiel gegen Deutschland.

Bei diesem Spiel (0:0 am 18. November 1992 in Nürnberg), bei dem das Team interimistisch von Constantini betreut wurde, lag Ernst Happels Kappe während der 90 Minuten auf der Trainerbank.

Begraben ist Ernst Happel, der im 15. Wiener Gemeindebezirk aufgewachsen ist, im 14. Bezirk seine größten Erfolge als Spieler von Rapid feierte und gerne im Café Ritter im 16. Bezirk Karten und Billard spielte, auf dem Hernalser Friedhof (Gruppe 1, Nr. 238).

Café Ritter Ottakring

Von dort hat man einen guten Blick auf den Dornbacher Sportclub-Platz im 17. Bezirk mit seiner sogenannten „Friedhofstribüne“. In der „Fußballfibel“ über den Wiener Sport-Club von Christian Bunke heißt es, dass die Verstorbenen auch von ihren Gräbern aus das Spielgeschehen verfolgen könnten und man ob der oftmals gar nicht glänzenden Leistungen der derzeit in der dritten österreichischen Leistungsklasse spielenden Hernalser oft ein vom Friedhof kommendes dunkles Rumoren hören könne. Das seien die toten Fußballfunktionäre, Spieler und Fans, die verzweifelt in ihren Gräbern rotieren.

Vielleicht stimmt da auch manchmal grantig der „Wödmasta“ ein – außer seine Rapid ist auf dem Sportklubplatz zu Gast, denn dann gewinnt meistens – wie z.B. im Herbst 2016, als die Grün-Weißen drei Mal hinter einander im österreichischen Cup erfolgreich in Dornbach antraten – das frühere Team des großen Ernst Happel.

➡️ Artikel über Ernst Happel, 2021: https://www.oepb.at/allerlei/im-gedenken-an-ernst-happel.html

➡️ Guru, Kauz und Lebemann, 2012: https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/hamburger-sv/article110885980/Ernst-Happel-Guru-Kauz-und-Lebemann.html

➡️ Ernst Happel: Unberechenbar und seiner Zeit voraus, 2017: https://kurier.at/amp/sport/fussball/ernst-happel-unberechenbar-und-seiner-zeit-voraus/297.577.172

January 21, 2022 at 6:09 pm Leave a comment

Have UK reached the peak?

“We’ve reached the peak of coronavirus,” says NHS boss. Death toll in Omikron wave is significantly lower than in past waves – courtesy to vaccination and booster, Matthew Taylor, head of the NHS Confederation of hospital bosses, said. The Omicron wave which has begun by approximately mid-December in England could now be ebbing away after a month or so.

➡️ https://www.thetimes.co.uk/article/08ca59d6-73cd-11ec-89e9-22d3d9c31ba2?shareToken=e3d42eff34fb49c979d4c5c4c5d71a16

The Austrian newspaper “Die Presse” also said recently that data from various countries suggested that the Omicron wave would possibly not overwhelm the hospitals.

January 13, 2022 at 7:51 am Leave a comment

Hammers Through, Now Against Harriers

West Ham won 2-0 at the London Stadium in the third round of the FA Cup against Leeds United, courtesy to a scrappy first goal that Lanzini smashed home, and a brilliant counter attack (goal: Bowen, assist: Antonio). Now they were drawn against the lowest-ranked side left in the FA Cup.

Leeds brought a brilliant support down to Stratford. It was a good atmosphere and it was a bit of an old-fashioned cup tie in some ways.

“We just want to try and go as far as we can and do as well as we can, like we have done in all competitions”, manager David Moyes said. “The players have given it a really good go, so I can’t complain.”

The fourth round draw of the last 32 clubs left in the competition was made immediately after the tie, and West Ham got one of the two non-league clubs which have made it through to the third round: Sixth-tier Kidderminster Harriers, the lowest-ranked side left in the FA Cup have beaten Championship side Reading 2-1 at home and now are rewarded with an other home tie against West Ham!

Back in 1994, Kiddy Harriers produced their biggest cup upset, beating Birmingham City at St Andrew’s on third round day and then overcoming Preston North End in the next round at their home ground Aggborough Stadium (above) when they marched in to the last 16.

However, their run of 1993/94 ended against the Hammers when the Harriers were defeated by West Ham at home in the fifth round (1-0, goal: Lee Chapman). And this will be the case also when this season’s fourth round match is played on the first weekend in February, I‘m sure of that!

Come on you Irons!

January 9, 2022 at 6:42 pm Leave a comment

GB am Anschlag

Großbritannien am Titelblatt: Der KURIER berichtet am Samstag über die angespannte Lage im englischen Gesundheitswesen vier Wochen nach dem Auftreten der Omikron-Variante: Großbritannien am Anschlag, Spitalsbetten in der Krankenhaus-Kantine!

Bild: Kurier

180.000 Neuinfektionen pro Tag, Ausfall Zigtausender Ärzte und Pflegerinnen. Die Welle hat in GB drei Wochen früher eingesetzt als in Österreich. An den Grafiken in dem KURIER-Artikel sieht man aber auch, dass die Kurve der Intensiv-Patienten viel flacher ist als jene der Erkrankten und der Hospitalisierten. Immerhin!

Im FA Cup wird trotzdem an diesem Wochenende die dritte Runde ohne nennenswerte Einschränkungen gespielt. Keine Rede von „Geisterspielen“, aber immer wieder gibt es infizierte Spieler. Die zahlreichen positiv Getesteten waren schon in den letzten Wochen dafür verantwortlich, dass zB Burnley nur 17 und Tabellenführer Manchester City schon 21 Spiele ausgetragen hat.

Die “Citizens” haben ihr Cupspiel schon am Freitag – ohne den erkrankten Pep Guardiola auf der Bank – 4:1 gegen Swindon Town gewonnen.

West Ham spielt morgen vor großer Kulisse im London Stadium gegen Leeds United.

Come on you Irons!

January 8, 2022 at 2:54 pm Leave a comment

Nothing Better Than Football With The Family

On West Ham’s official site club captain Mark Noble, ahead of Sunday’s FA Cup tie against Leeds United, speaks of the pleasure of going to the footy together with the family and of his dream to play in a cup final with West Ham United.

As someone who grew up sneaking into the Boleyn Ground to watch his beloved Hammers in action as a boy, Noble knows just how special the feeling is of attending a live football match:

“I am told there will be thousands of thousands of young fans here on Sunday and, whether you’re a Junior Season Ticket Holder or Claret Member, attending your first game at London Stadium, or are a young Leeds supporter cheering your team on, I hope you really enjoy the day,” he enthused.

“There is nothing better than going to the football with your family and friends, so give your team a cheer, join in the songs and have a fantastic time.

It was 17 years ago this weekend that a 17-year-old Noble made his first start in a Hammers shirt in an FA Cup third round win over Norwich City at the Boleyn Ground.

Now 34 and in the 18th and final season of his illustrious career in Claret and Blue, the lifelong West Ham fan hopes not only to lead his boyhood Club out on the Sunday to play in the world’s most-famous cup competition for the final time on home turf, but also make a life-long dream come true: to play in an FA Cup final at Wembley and lifting the trophy like Bobby Moore and Billy Bonds have done.

“We’ll do our very best to get through to the fourth round and I know the lads are determined to go on another long cup run, Noble said.

➡️ www.whufc.com/news/articles/2022/january/06-january/mark-noble-i-grew-dreaming-playing-fa-cup-final-west-ham

January 6, 2022 at 2:45 pm Leave a comment

Next Game On Sunday

Leeds will visit London Stadium twice within one week

Having been eliminated from the League Cup by Tottenham on 22 December in the quarter finals, West Ham now have to set their sight on the FA Cup. With two wins and seven goals (scored by Soucek, Benrahma, Noble, Vlasic, Antonio and Lanzini 2) in their last two Premier League matches the Hammers have returned to winning ways after five games without a win.

West Ham have drawn a Premier League opponent at home for their third round tie of the FA Cup: Leeds United will visit the London Stadium, and they will do that twice within eight days, first in the Cup and exactly one week later, on the following Sunday at the same time (2 p.m. GMT) in the Premier League.

The Leeds double clash will sandwich an other match at West Ham’s ground: the postponed game against Norwich will be played on Wednesday evening under the lights at London Stadium. Hence it will be a busy week at Stratford, before the Hammers are going to travel to Old Trafford to play Manchester Utd on the 22nd of January.

Come on you Irons!

January 3, 2022 at 11:27 am Leave a comment

Come on you Irons!

January 1st, 2022: Crystal Palace 2 West Ham 3

Highlights

➡️ https://youtu.be/BX9HDrHg–4

First goal Michail Antonio: he‘s back!

January 2, 2022 at 9:11 am Leave a comment

Begin And End With Worship

Psalm 150

1 Praise the Lord.

Praise God in his sanctuary;
praise him in his mighty heavens.
2 Praise him for his acts of power;
praise him for his surpassing greatness.
3 Praise him with the sounding of the trumpet,
praise him with the harp and lyre,
4 praise him with timbrel and dancing,
praise him with the strings and pipe,
5 praise him with the clash of cymbals,
praise him with resounding cymbals.

6 Let everything that has breath praise the Lord.

Praise the Lord.

From Nicky Gumble, Bible in One Year:

In the end, God’s ‘servants will offer God service – worshipping, they’ll look on his face, their foreheads mirroring God’ (Revelation 22:3, MSG). Our response to seeing God face to face will be eternal worship.

The book of Psalms ends with ‘Hallelujah’, translated here ‘Praise the Lord’ (Psalm 150:6b). Psalm 150 itself begins and ends with ‘Hallelujah’ (‘Praise the Lord’, vv.1,6). All of us are called to worship: ‘Let every living, breathing creature praise God!’ (v.6, MSG).

  1. Worship everywhere The worship of God should fill the universe: ‘Praise God in his holy house of worship, praise him under the open skies’ (v.1b, MSG).
  2. Worship him for everything Praise God for who he is (‘his surpassing greatness’) and what he has done (‘his acts of power’, v.2).
  3. Worship in every way Praise God with everything you have, including every type of music and dancing (vv.3–5).

Prayer

🙏🏻 Lord, I praise you for your surpassing greatness and your acts of power. I worship you as the creator of the entire universe, yet you love me personally.

Happy new year!

December 31, 2021 at 6:26 am 1 comment

Ending 2021 In Style

West Ham United saw out 2021 in style, recovering from conceding early to thrash Watford 4-1 at Vicarage Road on Tuesday. West Ham’s victory at Watford was not just the perfect way for the Hammers to end 2021, but the climax of a record-breaking year for the Club. (WHUFC)

Niksi Vlasic scored his first Premier League goal for West Ham

Tomáš Souček and Saïd Benrahma scored within two first half minutes of one another to turn the game on its head following Emmanuel Dennis’ beautiful opener for the hosts.

The Hammers kept their foot on the gas after the break and scored further goals through Mark Noble (penalty) and Nikola Vlašić to set the seal on a fantastic away day on which in-form Jarrod Bowen put in another Man of the Match performance. The brilliant right winger played his part in three of his team’s four goals at Watford, assisting Tomáš Souček’s equaliser, winning the penalty converted by Mark Noble for the Hammers’ third, then crossing Nikola Vlašić to net a late fourth.

It was the latest in a series of virtuoso performances from Bowen, who turned 25 in the week before Christmas and is now up to eight assists and five goals for West Ham this season. Only Mohamed Salah has achieved more goal creating actions than Jarrod Bowen in the Premier League this campaign (𝟭𝟲, @pitchfooty). It could have been six goals, too, had referee Darren England not ruled out his second half strike for a foul by Souček following a VAR review.

And by the way: “Mr. West Ham” Mark Noble is the only player in the Premier League to score in each calendar year from 2007 to 2021!

Watch the best of the action again in the video player:

Record breaking year 2021

The Irons collected more points (73), recorded more victories (22) and scored more goals (73) in the Premier League than in any previous calendar year.

Only four clubs won more games and scored more points and only three scored more goals than West Ham did in 2021, illustrating the improvements made in manager David Moyes’ second year in charge since returning to east London on 29 December 2019.

By contrast, in the 12 months prior to Moyes’ return, the Hammers won just 12 Premier League matches, collected just 44 points and scored just 46 goals.

London Stadium

When you factor in the UEFA Europa League and two domestic cup competitions, West Ham have played 53 times in 2021, winning 29, drawing nine and losing just 15, scored 91 goals and conceded only 57 for a +34 goal difference.

Come on you Irons!

December 31, 2021 at 6:04 am Leave a comment

Zehn Jahre “Rapideum”

Wovon leben Fußballklubs? “Nicht vom Fußball per se”, meint Laurin Rosenberg, Leiter des seit 2011 bestehenden Rapid-Museums im Stadion der Grün-Weißen in Wien-Hütteldorf. Der Fußballverein lebt vielmehr von der Emotion. Und Emotion, meint Rosenberg, “kannst du durch Erfolg bekommen, aber auch durch Geschichte und Gemeinschaft”.

„Rapideum“ im Allianz Stadion

Von diesen drei Lebenselixieren, die für die Bindung an einen Fußballverein so wichtig sind, gibt es in Hütteldorf seit 2008 – dem Datum des letzten Meistertitels – etwas weniger vom erstgenannten, dafür aber seit zehn Jahren viel von dem, was wohl noch viel wichtiger ist: den Blick auf die – im Fall von Rapid so erfolgreiche – Geschichte seit 1899. Oder richtiger: seit der Vereinsgründung 1897, als von englischen Arbeitern (“hatters”) der Hutfabrik der jüdischen Brüder Böhm der “1. Wiener Arbeiter Fußball-Club” aus der Taufe gehoben wurde, der am 8. Jänner 1899 in “Sportclub Rapid” umgegründet wurde.

Im “Rapideum” entsteht über die Grenzen der Zeit hinweg Verbundenheit und Gemeinschaft: Wir Rapid-Fans von Heute sind Teil einer Geschichte, die seit 1899 unter dem Namen “Rapid” geschrieben wird und zahllose “honours” beinhaltet: 32 Meistertitel, vierzehn österreichische Cups, zwei Mitropacup- bzw Zentropacupsiege, zwei Europacup-Finalteilnahmen und je ein deutscher Cupsieg und Meistertitel.

Da mir das bekannte Credo “Rapid ist meine Religion” nicht besonders gefällt, spricht mich auch die im lesenswerten Interview gemachte Aussage von Rosenberg “Im Fokus steht nicht die Anbetung der Geschichte” an: im “Rapideum” sollen “die Besucher, ihre Geschichte und ihr Bezug im Mittelpunkt stehen”, meint Rosenberg.

Das im Allianz Stadion vlg. “Weststadion II” untergebrachte Rapid-Museum ist derzeit von Montag bis Samstag von 11 – 18 Uhr geöffnet.

Apropos “meine” Geschichte mit Rapid: Meine regelmäßigen Matchbesuche bei Rapid begannen mit der Eröffnung des ersten “Weststadions” (1977), in dem ich als Rapid-Fan sozialisiert wurde. Da das neue Stadion im Winter 1977 wegen Baumängeln schon wenige Monate nach seiner Eröffnung für einige Zeit gesperrt werden musste, hatte ich aber das Glück, trotz meines für die legendäre “Pfarrwiese” zunächst zu spät scheinenden Einstiegs ins “Live-Rapid-Schauen” auch noch die “Pfarrwiese” besuchen zu können! Dort war ich auch beim letzten Heimspiel (6:0 gegen Admira mit Hans Krankls 41. Tor für den Goldenen Schuh!) dabei.

Das “Weststadion”, in dem ich zeitweise ein Abo auf der “Süd” hatte, bestand bis 2014 und und hieß ab 1981 Gerhard Hanappi Stadion.

“Geschichte der Emotion” im STANDARD ➡️ www.derstandard.at/story/2000132165105/rapid-museum-im-fokus-steht-nicht-die-anbetung-der-eigenen

December 27, 2021 at 10:50 am Leave a comment

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