Kein FC Buddha München mehr

Bayern-Buddhas entfernt
Kath.net berichtet, dass die vier Buddha-Statuen, die der neu angetretene Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann im neuen Trainingszentrum des FC Bayern München hatte aufstellen lassen, nach zwei Monaten wieder entfernt worden sind.
Trainer Jürgen Klinsmann hatte die Buddhas auf der Dachterrasse über dem Trainingsplatz aufstellen lassen und sich davon “positive Energie” versprochen.
Die vier Figuren aus weißem Stein haben nach einer gewissen Zeit Kritik aus Politik und Kirche auf sich gezogen.
Auch christliche Spieler sprachen sich dagegen aus: “Mir können die Buddha-Figuren nicht helfen. Ich habe schon meinen Glauben”, sagte der gläubige Fußballprofi Zé Roberto.

Ob der holprige Saisonstart der Bayern mit den Buddhas etwas zu tun hat, wird wohl nie abschließend geklärt werden können.

September 3, 2008 at 5:28 pm Leave a comment

Darf das wahr sein? “Austria-Fans killen Goalie”

“Austria-Fans ‘killen’ Goalie” – Das musste man auf dem Titelblatt der Zeitung “Österreich” nach dem gestrigen Wiener Derby lesen, bei dem Rapid-Torhüter Georg Koch durch einen unmittelbar vor ihm explodierten Knallkörper verletzt wurde!

In der Online-Version der Fast-Gratis-Tageszeitung steht zwar nun nur mehr “Austria-Fans schalten Rapid-Goalie aus”, aber die martialische Pritnt-Schlagzeile ist nicht mehr zurückzunehmen. Und ich befürchte, nicht nur einer von den Krawallbrüdern von der Osttribüne wird sich dieses Titelblatt ausschneiden und zu Hause aufhängen.

Laut ORF wurde der Zuschauer, der den Knallkörper Richtung Rapid-Tormann Koch geworfen hat, verhaftet. Er sollte durch die Videoüberwachung zu überführen sein.

Da man das Hineinbringen von Knallkörpern ins Stadion nicht wirklich verhindern kann, müsste man wirklich rigoros gegen die Krawallmacher vorgehen. Warum nicht neben den individuellen Strafen die Austria das nächste Meisterschaftsspiel (oder das nächste Derby) vor leeren Tribünen spielen lassen!? (Detto für alle anderen Vereine, deren Fans sich nicht benehmen und auf gegnerische Spieler losgehen!)

Ein Spielabbruch wäre vertretbar gewesen, war aber nicht möglich, weil Rapid weiterspielen wollte. Ich glaube, das Weiterspielen war eine diskussionswürdige, aber im Ergebnis doch richtige Entscheidung – zumal das Spiel ohnehin 3:0 ausgegangen ist. Ein verdienter Sieg für eine bessere, einsatzfreudigere und über weite Strecken überlegene Rapid-Elf!

August 25, 2008 at 3:04 pm Leave a comment

Helge Payer wie Petr Cech

Rapid-Keeper steht wieder im Tor

In der vergangenen Woche konnte man Tormann Helge Payer beim Rapid-Training nur in der Kraftkammer und beim anschließenden Auslaufen rund um den Trainingsplatz antreffen (Bild oben mit meiner Tochter Anna), seit gestern steht der sympathische Keeper wieder zwischen den Pfosten. RAPIDHAMMER berichtete heute mit Bezugnahme auf Kronenzeitung und KURIER, dass Payer “mit einer eigens von Adidas angefertigten Schutzausrüstung” gestern sein erstes Schusstraining seit Mai absolvierte.
“Das Gefühl beim Hinwerfen war herrlich”, meinte der Rapid-Tormann, der “zumindest bis November einen Schutzpanzer und einen Helm tragen” muss.
Mit Helm spielt ja auch Tschechen- und Chelsea-Keeper Cech, wenn auch aus anderen Gründen. Bei Helge soll die Schutzkleidung Verletzungen vorbeugen, die aufgrund der blutverdünnenden Medikamente, die der Rapidler einnehmen muss, seit bei ihm unmittelbar vor der Euro einen Venenverschluss im Bauchbereich festgestellt wurde, gefährliche Folgen haben könnten.
Auf seiner Homepage zitiert Helge aus einem Artikel der Kronenzeitung, wonach er bei mit seiner Schutzkleidung wie eine Schildkröte gewirkt habe. “Adidas hat mir einen speziellen Schildkröten-Panzer angefertigt”, so der 29-Jährige, der am 9. August Geburtstag hatte.
“60 Prozent der Übungen kann ich machen. Aber ich muss mich noch bremsen, riskiere nichts.” Flugparaden sind tabu, noch fällt Payer beim Tormanntraining nur aus der Knie-Stellung um.
Im November soll eine Untersuchung klären, ob die blutverdünnenden Medikamente abgesetzt werden können und Helge wieder normal trainieren kann. Hoffentlich steht er dann bald wieder im Hütteldorfer Kasten. Denn Helge Payer fehlt der Mannschaft nicht nur sportlich, sondern auch menschlich.

Ein sehr persönliches Interview mit Helge Payer, kurz nachdem die Thrombose diagnostiziert worden war, kann man -> hier lesen. 

August 21, 2008 at 11:50 am Leave a comment

Rapid braucht keine Plakate

Die Wiener Austria, die kommenden Sonntag um 16:00 zum großen Wiener Derby nach Hütteldorf zu Meister Rapid kommt, macht durch eine Plakataktion auf sich aufmerksam. In ganz Wien sichtet man neben den immer zahlreicher werdenden Plakaten für die Nationalratswahl seit einigen Tagen auch violette Affichen mit Schlagworten wie “Spielkultur” und “Kult – die neue Austria”.  Dass sich solche Plakate auch nach Hütteldorf, ins grün-weiße Kerngebiet, verirrten, gab Anlass für einige Aufregung.

Für Fußball Plakatwerbung zu machen, ist mal was Neues (wobei die Austria das nun schon zum zweiten Mal in den letzten Jahren versucht). Dass diese Art der Öffentlichkeitsarbeit irgendeinen Fan hinter dem Ofen oder aus dem Schwimmbad hervorholt und ins Stadion bringt, bezweifle ich aber. Das Geld kann man besser investieren!

Rapid jedenfalls hat Plakatwerbung nicht nötig. Das Hanappi-Stadion ist für’s Derby seit Wochen ausverkauft. Ein Glück, dass ich mich als Abo-Besitzer heuer nicht um Tickets kümmern muss.

Am Sonntag muss die Austria das erste Mal in dieser Saison verlieren, das ist klar! Und von unseren Nationalteamspielern Maierhofer und Hoffer wünsche ich mir nicht nur heute Abend in Nizza gegen Italien Tore, sondern vor allem im ausverkauften “St.Hanappi” gegen die Veilchen!

August 20, 2008 at 8:42 am Leave a comment

Cup-Hoffnungen

"ÖFB-Stiegl-Cup"

Heute, Dienstag, mittags wird die zweite Hauptrunde des ÖFB-Cups ausgelost.

Der österreichische Fußballcup, seit jeher im Schatten der Meisterschaft, hat nach einem Jahr Pause – im Hinblick auf die Euro wurde im Vorjahr nur ein “Amateur-Cup” ohne die Bundesligavereine ausgetragen – einen neuen Anlauf genommen. Heuer stiegen die Profivereine schon im Sommer in den Cupbewerb ein und bescherten den “Kleinen” in der ersten Hauptrunde durchwegs interessante Partien, auch wenn sich mit Ausnahme von Wacker Innsbruck und Gratkorn (2. Liga) die jeweils höherklassigen Klubs in ihren Duellen durchsetzten (alle Ergebnisse: hier!).

Insgesamt nehmen 90 Klubs am Pokal 08/09 teil. Bis zur vierten Hauptrunde haben die Amateurvereine, sofern sie gegen einen Bundesligaklub (erste und zweite Liga) gezogen werden, Heimrecht. In der ersten und zweiten Hauptrunde werden die Bundesligaklubs gesetzt, danach gibt’s keine Vorteile mehr für sie. Der SV Horn, der Gewinner des Amateur-Cups 2007/08 steigt erst in der 3. Hauptrunde in den Bewerb ein (siehe Durchführungsbestimmungen).

In den letzten fünf Cup-Saisonen stand jeweils die Wiener Austria, traditionell als Cup-Spezialist bekannt, im Finale. Viermal in 5 Jahren gingen die Violetten auch als Pokalsieger vom Platz, insgesamt hat der “FAK” (FK Austria) 26mal den ÖFB-Cup geholt, Rekordmeister Rapid ist mit 14 Erfolgen zweitbester Cupteilnehmer (alle Endspiele seit 1919 siehe hier !).

August 19, 2008 at 10:58 am 2 comments

Rapid, the “Academy of Football”

Nun gibt es nicht nur bei meinen “Hammers” in London die berühmte Academy of Football, auch der SK Rapid Wien kann sich ab sofort so nennen.
Das einzige, was Rapid mit seiner traditionell guten Nachwuchsarbeit bisher zum Status einer Akademie fehlte, war die entsprechende Infrastruktur. Nun hat der SK Rapid mit der Möglichkeit, auch das Sportzentrum in der Südstadt (NÖ) zu nutzen, Akademiestatus erlangt. Das meldete die Website skrapid.at. Akademieleiter ist Rainer Setik.
Bereits im Februar wurde ein entsprechender Antrag beim ÖFB gestellt. Der Antrag wurde angenommen und die Hütteldorfer haben nun Akademiestatus. „Werner Kuhn und Alfred Hörtnagl haben das in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer der Bundessport- und Freizeitzentren, Michael Sulzbacher, und dem Standortleiter der Südstadt, Harald Kraus, ermöglicht“, sagt Rainer Setik.
Sportdirektor Alfred Hörtnagl: „Wir wollen gewährleisten, dass wir künftig noch effizienter arbeiten und uns so ständig weiterentwickeln können. In weiterer Folge wollen wir auch sichern, dass unser Scouting verbessert wird und gute Spieler in diesen Prozess eingegliedert werden.“
Die Nachwuchsmannschaften U15, U17 und U19 trainieren ab sofort auf den teilweise neuen Anlagen im Süden Wiens. Die Jahrgänge darunter bleiben nach wie vor im Hanappi-Stadion.
In Zukunft ist Peter Grechtshammer Nachwuchsleiter von U7 bis U14. Ebenso ist er für das „Junior Project Team“, wo Spieler der U12 bis U14 gezielt gefördert werden, eine Art Vorstufe von „Pro Rapid“ also, zuständig.
Kurt Deringer übernimmt die Rolle des administrativen Leiters und Eduard Wiebogen kümmert sich um die Koordination der Turniere. „Aufgrund des Akademiestatus bin ich mir sicher, dass für alle Nachwuchsteams ein qualitativ hochwertigeres Training zu Stande kommt, da sich die Infrastruktur nun wesentlich verbessert hat. Außerdem stehen uns in Zukunft endlich mehr Plätze zum Trainieren zur Verfügung“, meint Kurt Deringer.

July 16, 2008 at 8:00 pm Leave a comment

Slomka wär’s gewesen

Mirko Slomka

Mirko Slomka

Den “netten Herrn Slomka” haben ihn die Medien genannt. Das klang ein bisschen abschätzig, man wusste offenbar nicht so recht, was man von ihm halten sollte. Keiner von den ganz großen Namen, die man sich gewünscht hätte, aber immerhin: Vizemeister mit Schalke 04 und Champions League-Viertelfinale. Eine ausländische Lösung hätte mir gefallen, bei Andi Herzog, den ich als Ex-Rapidler und Rekordinternationalen, durchaus mag, habe ich immer das Gefühl, er sei wirklich allzu sehr “der nette Andi” (das liebe “Herzilein”).
Ob Slomka, von dem es heute heißt, er habe dem Fußballbund absagen müssen, der Richtige gewesen wäre, weiß ich nicht. Aber “Herzilein” wird nun, sollte er aus Zeitmangel, zu wenig Phantasie und mangelnder “Kohle” beim ÖFB doch Teamchef werden, immer den Geruch haben, die “2. Wahl” gewesen zu sein.
Grund für Slomkas Absage: Schalke soll ihm keine Freigabe geben, denn dort steht der seit April beurlaubte ehemalige Mathe-Lehrer noch bis Juni 2009 unter Vertrag (Jahresgage über 1 Mio Euro).
Da müsste der ÖFB halt – wie damals bei Hicke, der bei Rapid nicht nur einen Vertrag hatte, sondern die Mannschaft auch noch in der Champions League trainierte – ein bisserl Geld in die Hand nehmen, um mit Schalke und Slomka eine finanzielle Lösung zu finden. Auf die Frage “Und der ÖFB war nicht bereit, eine Ablöse zu bezahlen?” antwortete Slomka im Interview: “Das stand nie zur Diskussion.” Und das Gehalt, das der ÖFB bietet, ist wohl deutlich unter dem, was Herr Slomka für’s Spazierengehen “auf Schalke” kriegt.
Ja, schön langsam wird’s peinlich: Dass Hicke nach der Euro gehen würde, war doch voraussehbar! Gab’s gar keinen “Plan B”?
Das österreichische Team hat sich bei der Euro nicht blamiert – blamiert sich nun der ÖFB bei der Teamchefsuche?

July 16, 2008 at 10:30 am Leave a comment

Fußball ist nicht schwierig


“Fußball ist nicht schwierig. Man muss nur den Ball kontrollieren und zur selben Farbe spielen. Das ist bei jedem System dasselbe”, sagte Red Bull Salzburgs neuer Trainer Co Adriaanse.
Naja, dachte ich, das klingt witzig, das gefällt mir – das ständige Analysieren der verschiedenen Taktiken anlässlich der Euro war interessant, aber auch ein bisschen anstrengend (trotzdem danke, Herr Blumenau!).
Und dann macht der Klub, dessen neuer holländischer Coach auch gesagt hat, der Offensivfußball “ist mein Stil; der große Vorteil daran ist, dass Spieler und Zuschauer mehr Spaß haben”, beim ersten Ligaspiel dem SV Mattersburg sechs Tore rein! Ziemlich ordentlich “zur selben Farbe gespielt”.
Und das mit vier Österreichern in der Mannschaft, wobei Janko drei Tore schießt! Und der in der Saisonvorschau als “ewiges Talent” apostrophierte Ernst Öbster von den “Young Bulls” kriegt eine Bewertung mit “sehr gut” im Kurier.
Na jetzt bin ich gespannt auf Samstag: da spielt Rapid, das mit einer Niederlage gegen Sturm Graz in die Bundesliga gestartet ist, gegen die “Dosen”. Und bei den Hütteldorfern sah’s im ersten Spiel noch so aus, als sei Fußball eher doch schwierig…


July 10, 2008 at 9:54 am Leave a comment

“A bit more exciting”: mehr Offensive, mehr Spaß!

Was haben West Ham United und Red Bull Salzburg gemeinsam?
Gar nichts, werden die meisten sagen. Und auch ich geniere mich geradezu, des Rapid-Anhängers liebsten Feind – die “Dosen” aus Salzburg – und meine “Hammers” in einem Atemzug zu nennen.
Und doch: die Versprechen für die neue Saison – abgegeben vom neuen holländischen Salzburg-Coach Co Adriaanse einerseits und von West Ham-Midfielder Mark Noble (rechts) andererseits – klingen ähnlich.
Die West Ham Fan-Website KUMB schrieb unter dem Titel “Geezers need excitement” kürzlich:
“Many supporters expressed dissatisfaction with the club’s style of play and results – leading to Noble calling upon his fellow players to give the fans something more to cheer next season: ‘Hopefully it’ll be a bit more exciting than last year – and we can push on into the UEFA Cup places,’ he said.
Und Herrn Adriaanse, den neuen Cheftrainer der roten “Dosen” aus Salzburg, zitiert die SportWoche in ihrer Ausgabe vom Dienstag wie folgt:
Der Offensivfußball “ist mein Stil. Der große Vorteil daran ist, dass Spieler und Zuschauer mehr Spaß haben.”
Hoffen wir, dass Mark Noble, der 21-jährige Eigenbau- und U21-Teamspieler von West Ham bei seinen Teamkollegen und vor allem bei Manager Alan Curbishley Gehör findet. “Mehr Offensive, mehr Spaß” möchte auch ich ganz laut über den Ärmelkanal hinüber rufen, wenn ich an die neue Saison denke!
Aber während es in England bekanntlich beinahe noch 6 Wochen (SECHS WOCHEN !!!) dauert, bis “premier league action” zu bewundern ist, durften die Fans im kleinen österreichischen Fußballzirkus früher als sonst irgendwo in Europa “live action” erleben.
Während beispielsweise in der Schweizer Zehnerliga erst am 18. Juli Kick-off ist, ging’s in Österreich – dem Land mit dem absurd frühen Ligastart – schon gestern Abend, am 8. Juli, los. Und schon kommenden Samstag in der 2. Runde werde ich mich selbst davon überzeugen können, wie Herr Adriaanse es bei Auswärtsspielen mit seiner Devise “mehr Offensive, mehr Spaß” hält: da gastieren die “Bullen” (wollte sagen “Dosen”) bei Rapid im Hanappi-Stadion.
———-
PS: So einen wie Nobes (“West Ham through and through”) gibt’s bei Salzburg natürlich nicht, geschweige denn drei weitere Spieler aus der Vereins-Akademie, die schon im First Team spielen!

July 9, 2008 at 8:20 pm Leave a comment

Mein Jahr mit West Ham United

Beitrag für die soeben erschienene aktuelle Ausgabe des österreichischen Fußball-Magazins “Null Acht” (geringfügig aktualisiert)

West Ham hat in England den Ruf, so etwas wie „everybody’s second team“ zu sein. Man schätzt den Traditionsklub für den kreativen Angriffsfußball und das gekonnte Kombinationsspiel, das am Upton Park stets gezeigt wurde. Vielleicht waren die „Hammers“ bei den gegnerischen Anhängern aber auch deshalb beliebt, weil das Team mit seinem Spielstil oft auf das Absichern des Ergebnisses verzichtete und damit dem Gegner noch den Ausgleich oder gar Siegestreffer ermöglichte.

In den beiden letzten Spielzeiten steht man dem Klub aus dem East End jedoch kritischer gegenüber: Nach den Problemen um die Spielberechtigung des Argentiniers Carlos Tévez in der Saison 2006/07 wird heuer kritisiert, dass das Team von Manager Alan Curbishley einen auf Sicherheit bedachten Konterfußball spielt, der sich meist in knappen Ergebnissen niederschlägt. An bemerkenswerten Resultaten sind neben Heimsiegen gegen Manchester United (2:1) und Liverpool (1:0) 2007/08 tatsächlich nur zwei deutliche Auswärtssiege gegen Reading (3:0) und Derby County (5:0) zu nennen.

Unter den Anhängern der „Hammers“ wird denn auch heftig darüber diskutiert, ob Alan Curbishley, unter dessen Führung sich die Mannschaft im Vorjahr vor dem Abstieg rettete, den alten “West Ham Way” bewusst verlassen hat oder ob nur die zahlreichen Verletzungen am derzeitigen Mangel an kreativer Spielweise schuld sind.

Zuletzt kam zu den Langzeitverletzten wie Craig Bellamy und Kieron Dyer auch wieder Freddie Ljungberg dazu, der im Sommer von Arsenal zu den „Hammers“ gewechselt war. Er ist aber zuversichtlich, bis zur Euro wieder fit zu werden und das schwedische Nationalteam in Innsbruck und Salzburg aufs Feld führen zu können.

Auch bei West Ham hoffte man auf eine Erholung vom Saisonende-Blues. Mehrere junge Eigenbauspieler drängen in die erste Mannschaft, allen voran der 18-jährige Stürmer Freddie Sears, der bei seinem ersten Einsatz gleich den entscheidenden Treffer zum 2:1 gegen Blackburn erzielte. Und in der Tabelle lag man immer noch auf Rang 10, sodass das Minimal-Saisonziel „top ten finish“ erreichbar erschien.

Mit einem Abschneiden vor dem derzeit elftplazierten Londoner Rivalen Tottenham wollten sich die „Hammers“ als drittbestes Team in der Hauptstadt etablieren. Mit einem 2:2 gegen Aston Villa im letzten Saisonspiel am Upton Park wurde dieses Ziel erreicht. So konnten die Hammers mit “last minute”-Ausgleichsschützen Dean Ashton doch noch zufrieden ihre Ehrenrunde zum Saisonabschluss auf dem Rasen des Boleyn Ground laufen. Ein versöhnlicher Abschluss einer durchwachsenen Saison!

Zur aktuellen Ausgabe von “Null Acht” siehe hier!

May 16, 2008 at 8:59 am 1 comment

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